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Württemberg zur Zeit Carl Eugens

Die Statuten des Hubertusordens

1748

 
 

Am 23. Januar 1702 gründet Herzog Eberhard Ludwig den 'Herzoglich-Württembegischen Orden von der Jagd'. Er verpflichtet seine Mitglieder  außer zur weidgerechten Jagd auch zu Tugend und Freundschaft. 'AMICITIAE VIRTUTISQUE FOEDUS' (Ein Bund aus Freundschaft und Tugend) ist seine Devise.
Neben dem herzoglichen Stifter, der der Ordensherr ist, besteht der Hubertusorden laut Staturen aus dem Großkanzler und einer freien Anzahl von gefürsteten Personen, die insgesamt nicht mehr als 24 Mitglieder umfassen sollten. Die Familienwappen der Ordensmitglieder werden im Ordenssaal angebracht. In diesem Saal finden auch die Versammlungen der Ordensritter, z. B. zu Ehren des Hl. Hubertus (am 3. November), und zur Aufnahme neuer Mitglieder oder zur Regelung von irgendwelchen Ordensangelegenheiten statt. Der Ordenssaal ist damals im Ersten Obergeschoss des Riesenbaus im Ludwigsburger Schloss. (vgl. Sting 2005, S.407)
Herzog Carl Eugen hat 1748 den Jagdorden bestätigt und seine Statuten erneuert,
den Namen übernommen:
Herzoglich-Württembergischer Ritter-Orden von der Jagd.
Der Denkspruch ist: Vitutus Amicitiaeque Foedus, das ist ein Bund der Tugend und der Freundschaft.
Ritter des Ordens
können ... Ohne Unterschied Geistliche, Civil- und Militärpersonen, auch von allen Drey in dem Heiligen Römischen Reiche öffentlich eingeführte Religionen seyn ...
Die Vorrechte der Mitglieder sind u. a. ... daß die Ordens-Genossen der Jagd-Uibung unter sich selbst, und derer anstellenden Jagd-Lustbarkeit des Ordens-Herrens, wo sie bey demselben anwesend seynd, absonderlich derer jährlich angestellenden Hauptfeyerlichkeiten. mit theilhaftig sein mögen.
Zeichen ist ein Schulterband mit Kreuz und auf dem Rock an der lincken Brust ein gestickt silbernes Kreutz.
Wer an dieser Stelle schon einen Ordensstern hat, trägt das kleine Ordens-Kreutz an einem rothen schmäleren Bande am Hals ...
Auch mag und sollte ein jeder, welcher in diesem Hohen und Edlen Orden zu stehen die Ehre hat, zu dessen öffentlichm Zeugniß untern an seinem Geschlechts-Wappen führen das Ordens-Kreutz, handend an der Ordens-Kette ...
Es hat auch ein jeder ... sein angebohrnes Stamm-Wappen mit lebhaften Farben ausgestrichen, dem Ordens-Secretario einzuliefern, damit dieser es auf einem von Eisenblech gemachten Schild nachmahlen und in den Ordens-Saal aufhängen lassen ... könne.
Die Feierliche Versammlung des Irdens geschieht vornehmlich alle Jahre auf den dritten November als dem Hubertustag ...
Stirbt ein Ritter, so sind seine Erben schuldig, dessen empfangenes Creutz als das Ordens-Zeichen mit einer kurzen Nachricht des Tode an den Ordens-Secretarius ... zurück zu schicken. ...
So geschehen in Unserer Residenzstadt Ludwigsburg, den 3. November 1748
Carl H.Z.W."

(zit. n. Sting 2005, S. 407)

 
   
   Arbeitsanregungen
  1. Arbeiten Sie die Ziele des Hubertusordens heraus.

  2. Stellen Sie den Orden in den Zusammenhang der herzoglichen Jagdkultur unter Carl Eugen.
     

     
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