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Massenorganisationen der KPD

Revolutionäre Gewerkschaftsopposition

RGO


Die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition (RGO), gegr. 1929,  stellte zunächst den Zusammenschluss der kommunistisch orientierten Arbeiter innerhalb des sozialdemokratisch dominierten Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) dar. 
Als  Massenorganisation der KPD bestand ihre wesentliche Aufgabe darin, wirtschaftliche Auseinandersetzungen um Lohn, Arbeitszeit oder Arbeitsbedingungen selbstständig - insbesondere auch gegen den Willen der ADGB-Leitungen - vorzubereiten und zu organisieren.
Im Zusammenhang mit der Sozialfaschismus-These der KPD, die die Sozialdemokratie und mithin auch die ADGB-Führung als gemäßigten Flügel des Faschismus ansah, entschloss sich die KPD zur Gründung eigenständiger Verbände, die aber weder größere Massenorganisationen werden noch größeren Einfluss gewinnen konnten. 
Die RGO-Politik der KPD erschwerte - wie die KPD später selbstkritisch anmerkte - den Zusammenschluss mit sozialdemokratischen Arbeitern in der Endphase der Weimarer Republik erheblich.

Presseorgan:

  • Betrieb und Gewerkschaft (Aufl. 1929: ca. 8000 Ex.)

(vgl. Sachwörterbuch der Geschichte... 1970, Bd. 1, S.844)

Über den Mitgliederbestand der RGO gibt es die nachfolgenden Angaben:

Jahr

Mitglieder

1929  106.000 (Ende)
1931 145.380 (Fbr.)
106.914 (Dez.)
registriert: 
208.000
1932 252.170 (März)
322.000 (Aug.)

(aus: Weber 1969, Bd.1, S.366)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013
 

     
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