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Massenorganisationen der KPD

Internationale Arbeiterhilfe (IAH)


Die Internationale Arbeiterhilfe (IAH), gegr. 1921, diente der KPD als Massenorganisation, um in besondere Not geratene Arbeiter und deren Familien zu unterstützen. 
Schwerpunkt der IAH wurde mehr und mehr Deutschland, in dessen Hauptstadt Berlin der Sitz des Zentralkomitees der IAH war. 
Besonders große Bedeutung hatte die IAH bei der Unterstützung von Streikkämpfen. Dabei half sie den Streikenden durch Verteilung von Kleidung, Lebensmitteln und Geld, organisierte Streikküchen und durch Sammlung von Spenden. Dabei darf man ihre Tätigkeit nicht mit der einer caritativen Organisation vergleichen, denn "sie ließ keinen Zweifel darüber, dass die Hilfsmaßnahmen nur die größte Not zeitweilig lindern können, dass jedoch zur Beseitigung der Ursachen der Not die Vernichtung des kapitalistischen Systems notwendig war." (Sachwörterbuch der Geschichte... 1970, Bd. 1, S.844)

Weitere Aufgabengebiete der IAH:

  • Einrichtung von Kinderferienheimen (1931: 12 Heime für 1682 Kinder)

  • Organisierung von Erholungsaufenthalten

  • Veranstaltung von Weihnachtsaktionen, Kinderfesten usw.

  • politisch-kulturelle Arbeit

Presseorgane:

  • Mahnruf

  • Der Rote Aufbau (Funktionärsorgan)

  • Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (AIZ) (1931: 400 000 bis 500 000 Auflagenhöhe)

(vgl. Sachwörterbuch der Geschichte... 1970, Bd. 1, S.844)

Über den Mitgliederbestand und Organisationsstruktur der Internationalen Arbeiterhilfe (IAH) gibt es die nachfolgenden Angaben:

Jahr

Mitglieder

1927   30.000
1930   25.000 (Jan.)
1931   44.071 (Dez.)
  55.635 (registriert)

(aus: Weber 1969, Bd.1, S.365)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013
 

     
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