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Massenorganisationen der KPD

Roter Frontkämpferbund (RFB)


In der Massenorganisation des Roten Frontkämpferbund (RFB), gegründet 1924, organisierte die KPD Arbeiter, insbesondere ehemalige Soldaten des Weltkrieges in einer paramilitärischen Organisation. Der RFB diente der Partei zur Propagierung der eigenen Ziele und in den Auseinandersetzungen auf der Straße als Schutzorganisation.
1929 nach den Ausschreitungen anlässlich des "Blutmai"  in Berlin (1.-3.5..29) im gesamten Reich verboten, aber illegal weitergeführt. Daneben legale Ersatzorganisationen wie Arbeiterwehren, Kampfbund gegen den Faschismus und Selbstschutzstaffeln. (vgl. Sachwörterbuch der Geschichte... 1970, S.418)

  • Wer Mitglied des RFB war, trug dessen einheitliche Uniform und trat bei Demonstrationen meist in militärisch formierten Marschkolonnen auf.

  • Gliederung in Gruppen, Züge, Kameradschaften, Ortsgruppen und Gaue

  • Gruß: erhobene Faust und die Worte "Rot Front"

  • Ziel: "proletarische Wehrhaftigkeit" durch wehrsportliche Ausbildung für die Anforderungen des "Klassenkampfes"

Auf dem 3. Reichstreffen (1927) legten die anwesenden RFB-Mitglieder das Gelöbnis ab,
  
"niemals zu vergessen, dass das Schicksal der Arbeiterklasse der ganzen Welt unlöslich verbunden ist mit der Sowjetunion, [...] stets und immer ein Soldat der Revolution zu bleiben, [...] an der Front und in der Armee des Imperialismus für die Revolution zu wirken, den revolutionären Kampf für den Sturz der Klassenherrschaft der deutschen Bourgeoisie zu führen." (aus: Sachwörterbuch der Geschichte... 1970, S.418)

Presseerzeugnisse:

  • Die Rote Front

  • Der Rote Führer (Funktionärszeitschrift)

Über den Mitgliederbestand des RFB gibt es die nachfolgenden Angaben:

Jahr Mitglieder davon KPD-
Mitglieder
1925   40.450 (April)
100.000 (Dez,)

21.600
24.732

1926 150.000 (Anfang)
118.000 (Ende)
 
1927 127.000 (August)  
1928 106.000   
 

(aus: Weber 1969, Bd.1, S.362, 364)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013
 

     
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