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Der Dreißigjährige Krieg 1618-48

Überblick


 
  • 1618-1648, beginnt als Religionskampf, endet als europäische Machtauseinandersetzung
  • Hintergrund:
    • Spannungen zwischen katholischen und protestantischen Territorien und Reichsständen
    • Auseinandersetzungen zwischen Landständen und Fürsten
    • Konflikte zwischen Reichsständen und Kaiser
    • Machtpolitische Auseinandersetzungen zwischen den Habsburgern, Frankreich und Schweden
  • Anlass des Krieges
    Nach einem innerhabsburgischen Konflikt zwischen seinen kaiserlichen Vorgängern Rudolf II. und Matthias kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen dem österreichischen Habsburger Ferdinand und den Reichsständen in Böhmen um die Krone in Böhmen; böhmische Stände sehen ihre errungenen Vorrechte bedroht, als Ferdinand II., der Führer der katholischen Liga, gegen das ihnen eigentlich zugestandene Recht zur freien Königswahl König wird. Sie setzen ihn ab, und wählen seinen protestantischen Gegenspieler Philipp II. von der Pfalz, den Führer der protestantischen Union, zum König (1619). Nach der Niederlage Philipps V.  im Böhmischen Krieg (Schlacht am Weißen Berg 1620) und der Flucht Philipps werden die Führer der Aufständischen in Böhmen hingerichtet, ihre Güter eingezogen und eine umfassende Rekatholisierung des Landes wird eingeleitet.
  • Verlauf des Krieges Zeittafel)
    Mehr oder weniger zusammenhängende Kriegsereignisse beginnend mit dem Böhmisch-Pfälzischen Krieg (1618-23) zwischen Kaiser Ferdinand II. und dem Kurfürsten Philipp II. von der Pfalz, der von den böhmischen Reichsständen zum König gekürt wird. Sieg des Kaisers und der katholischen Liga. Im Dänisch-niedersächsischen Krieg (1625-29) siegen kaiserliche Truppen unter ihrem Feldherrn Wallenstein. Auf dem Höhepunkt seiner Macht erlässt Kaiser Ferdinand II. 1629 das Restitutionsedikt, mit dem er eine deutliche Gewichtsverschiebung zu Gunsten des Katholizismus im Reich anstrebt und entlässt auf Druck Maximilians von Bayerns Wallenstein. Im Schwedischen Krieg 1630-35, der durch die Landung des schwedischen Königs Gustav Adolf II. von Schweden in Pommern beginnt, wechselt das Kriegsglück häufig. Nach der Ermordung Wallensteins auf kaiserlichen Befehl 1635 tritt Frankreich mit regulären Truppen an der Seite der Schweden in den Krieg ein und damit beginnt der Schwedisch-französische Krieg 1635-48, in dessen Verlauf nach schwedischen und französischen Erfolgen eine allgemeine Erschöpfung und Kriegsmüdigkeit eintritt, die die Mächte nach anfänglichen Verhandlungen seit 1644 im Jahre 1648 zum Westfälischen Frieden führt.
 
 
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