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Bausteine zum Beispielthema AIDS

Niederschrift

Beispielaufsatz mit Mängeln (3)

 
 

Beispielthema
"Hau ab, du Aids-Krüppel!"* bekommen manche HIV-infizierte Kinder in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen zu hören, wenn bekannt wird, dass sie an der Immunschwächekrankheit leiden. 
Zeigen Sie Ursachen für dieses Verhalten auf und stellen Sie dar, wie man Abhilfe schaffen könnte.

*Titel eines Artikels aus dem SPIEGEL (1993)

Als Problemerörterung für das nachfolgende Thema aus dem Projekt AIDS hat ein Schüler aus der Berufsschule folgenden Aufsatz verfasst.

Aids, das ist eine Krankheit (tödliche), über die sich keiner gerne unterhält. Niemand will mit der Krankheit was zu tun haben. Und so Sprüche wie z.B. "Ach was, mir könnte das nicht passieren. Aber im Gegenteil: es geht schneller als man denkt. Ein Besuch in der Disco, eine Anmache, fünf Bier und schon wacht man am nächsten Morgen mir einem dicken Schädel und einer wildfremden Person im Bett auf. "So, so, mir könnte das nie passieren, dass ich mich mit Aids anstecke. Man sieht's ja."
Was will uns das Plakat mit einem kleinen Kind, das mit Aids infiziert ist, sagen? Und vor allem der Spruch auf dem Plakat: "Ich habe Aids, mit Krebs hätte ich eine Chance."
Da stellt sich jetzt die Frage, eine Chance auf was hätte das kleine Kind? Die Antwort lautet: Mit Krebs hätte das Kind, das ja nicht einmal was dafür kann, dass es mit Aids infiziert ist, eine richtige Überlebenschance. Krebs ist im Gegenteil zu Aids, wenn er frühzeitig erkannt wird, heilbar. Aber Aids ist bis heute nicht einmal richtig erforscht und bedeutet für jeden Infizierten, dass er früher oder später sterben wird.
Das schlimmste, was man sich vorstellt, ist, wenn ein neugeborenes Kind schon mit Aids auf die Welt kommt und im eigentlichen Sinne schon längst für Tod geweiht worden ist.
Wem gibt man da die Schuld? Natürlich den Eltern des Kindes. Sie haben rücksichtslos gehandelt, indem sie ein Kind zeugten. (Vielleicht wussten sie ja noch nichts von der Krankheit.) Nun, es ist halt passiert, und man kann nicht mehr rückgängig machen, denkt sich vielleicht ein jeder. Aber STOPP, man kann es zwar nicht mehr rückgängig machen, aber es dennoch verhindern. z.B. eine vorherige Überlegung (bevor es passiert) kann alles anders ausgehen lassen.
Diese Überlegung, soll ich es mit oder ohne Gummi tun, kann schon eventuell eine Familie retten. Ansonsten sind z.B. Vater, Mutter und vielleicht ein Neugeborenes, ohne dass sie es wissen, mit Aids infiziert.
Die Menschheit schadet sich damit nur selbst. Wir machen uns und anderen Menschen, nur durch einen kleinen Fehler, das Leben zur Qual.
Das müsste wirklich nicht sein.

     
       
   Arbeitsanregungen

Untersuchen Sie das Erörterungsbeispiel darauf, was von den angesprochenen Aspekten zum Thema gehört und was nicht.
 

 
     
  Thema 1 ] Thema 2 ]  
     

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