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Formal-logische Anätze der Argumentation

Wer ist der Mörder von Yvonne?

Eine Konklusion und ihre Prämissen


  Deduktive Argumente gibt es natürlich nicht immer in Form eines einfachen dreischrittigen Verfahrens und in Alltagskommunikationen, aber auch in der juristischen Praxis sind die logischen Schlussverfahren häufig weit komplexer.

Komplexer geht es daher auch bei einer Konklusion zu, die die Frage: "Wer ist der Mörder bzw. die Mörderin von Yvonne?" beantworten soll.

Aus einer Reihe ungeordneter Aussagen müssen die geeigneten Prämissen herausgefunden werden, die diesen Schluss akzeptabel machen.

  1. Paul S. und Günter T. sind blond.

  2. Der Mord geschah am 12. März.

  3. Für den Mord kommen nur Paul S., Günter T. und Gabriele S. in Frage.

  4. Am Tatort fanden sich Motorradspuren.

  5. Gabriele S. färbte sich 24 nach der Tatzeit ihre blonden Haare schwarz ein.

  6. Die vermutete Tatzeit liegt zwischen 21 und 22.30 Uhr.

  7. Das ermordete Mädchen muss seinen Mörder gekannt haben.

  8. Günter T. hat für die Tatzeit ein zuverlässiges Alibi.

  9. Paul S., Günter T. und Gabriele S. hatten Zugang zum Tatort.

  10. Der Mörder/die Mörderin ist blond.

  11. Gabriele S. war dem ermordeten Mädchen mit Sicherheit nicht bekannt.

  12. Günter T. ist vorbestraft wegen schwerer Körperverletzung.

  13. In der Wohnung von Paul S. wurde ein Messer mit den Blutspuren der ermordeten Yvonne gefunden.

(vgl. Bayer 1999, S. 103f...)
 

 
    
   Arbeitsanregungen:

Arbeiten Sie mit den geeigneten Prämissen die Konklusion heraus, die diesen Kriminalfall "löst".

 

 
      
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