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Erweiterte Argumentation

Fehler beim Argumentieren

Stützung des Arguments - Lösungsvorschlag


Die Beispiele zur erweiterten Argumentation sind fehlerhaft und damit nicht schlüssig, weil das, was zur Stützung des Arguments vorgebracht wird, in keinem engen Bezug zum Argument steht. Eigentlich werden dabei stets andere Gesichtspunkte ausgeführt, die zwar im thematischen Zusammenhang durchaus Relevanz besitzen, die Schlüssigkeit der Argumentation aber keineswegs erhöhen.

  1. Übermäßiges Sonnenbaden ist gefährlich, weil dadurch die Haut geschädigt wird.
    Denn zu lange anhaltende Sonnenbestrahlung (UV-Licht) erhöht das Hautkrebsrisiko.  - statt:
    Denn gerade im Urlaub neigen die Menschen dazu sich zu lange ungeschützt in der Sonne aufzuhalten, weil sie schnell braun werden wollen. So braucht man nur einmal einen Blick auf die Strände Italiens im Sommer zu werfen, um zu sehen wie viele Menschen knallrot in der Sonne liegen. Daher muss man sich auf alle Fälle vor dem Sonnenbad mit Sonnencreme einreiben.

  2. Witze auf Kosten anderer zu machen ist eine Abwertung solcher Personen, weil sie der Lächerlichkeit preisgegeben werden.
    Denn derartige Witze sollen eine Person vor anderen wegen einer bestimmten Eigenart oder einem bestimmten Verhalten herabsetzen. - statt:
    Denn wer solche Witze auf Kosten anderer macht, hat meist eigene Probleme von denen er ablenken will. So lenken Witze über Blondinen letzten Endes nur davon ab, dass die größten Dummheiten eigentlich immer von Männern gemacht werden. Daher sollte man sich genauer überlegen, warum man eigentlich derartige Witze macht.

  3. Die Wachsamkeit der jungen Menschen gegenüber AIDS hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen, weil es kaum mehr Kampagnen gegen AIDS gibt.
    Denn derartige Ausklärungskampagnen in Presse, Rundfunk und Fernsehen halten, wenn sie jugendgerecht gemacht sind, das Problem im Bewusstsein. - statt:
    Denn die Jugendlichen benutzen heute offenkundig immer weniger Kondome beim Geschlechtsverkehr, weil sie das Risiko unterschätzen und mitunter auch bewusst mit Risiken spielen. Eine neue Untersuchung hat in diesem Zusammenhang z. B. festgestellt, dass Jugendliche von heute viel risikofreudiger sind als ihre Eltern, was sich in allen Bereichen (z. B. Extremsportarten, Raserei auf den Straßen, aber auch AIDS zeigt). Daher sollte den Jugendlichen gezeigt, welche Risiken sie eingehen.

  4. Wer an seinem Arbeitsplatz von seinen Kollegen gemobbt wird, sollte diese auf Schadenersatz verklagen können, weil ihm dadurch berufliche und soziale Nachteile entstehen, die er nicht zu verantworten hat.
    Denn gemobbte Mitarbeiter verlieren leicht die Energie, sich voll und ganz auf ihren Beruf zu konzentrieren und produzieren dadurch Fehler, die ihnen ansonsten nicht unterlaufen würden. Dies hat im Allgemeinen auch Nachteile beim beruflichen Weiterkommen zur Folge, die sich sich nicht zuletzt auch finanziell auswirken. - statt:
    Denn Mobbing ist mittlerweile zu einer regelrechten Plage geworden. Da wird in Betrieben z. B. hinter dem Rücken der gemobbten Mitarbeiter getuschelt und es kommt sogar vor, dass Arbeitsergebnisse bewusst verfälscht werden. Daher plädiere ich eindeutig dafür den Schutz für die Mobbing-Opfer zu verstärken.
     

       
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