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Sonett

Funktion der äußeren Form

Produktive Textarbeit am Beispiel des Prosa-Sonetts (F. W. Riemer)


 

 Prosa-Sonett


Vorläufig hab ich hier mit dem Sonette, das Sie verlangten, den Versuch gemacht. Freilich ist's nur der rohe Guss und hätte ich irgend nur mehr Muse noch, so macht' ich dafür gern ein andres. Doch ich wette, der Scherz wird nicht sogleich herausgebracht. Damit man gar kein Arges darin hätte, so hab ich's in Trochäen bloß gemacht. Hat's Ihren Beifall nicht, je nun so dächt' ich, wir ließen es beim Einfall bloß bewenden: es findet sich wohl sonst Gelegenheit. Ich geh indessen noch mit einem trächtig, und bin ich glücklich, es bald zu vollenden, so bing ich's Ihnen noch zu rechter Zeit.

   

»Friedrich Wilhelm Riemer (1774-1845), Philologe und Bibliothekar, u. a. der Lehrer von Goethes Sohn August, Verfasser zahlreicher Sonette

(zit. n.: Waldmann, 1998, S.254)
 

 
 
   Arbeitsanregungen zur produktiven Textarbeit:
  1. Formen Sie den Text von Friedrich Wilhelm Riemer so um, dass ein Sonett in klassischer Vers- und Strophenanordnung entsteht.
  2. Begründen Sie, warum der Text den Titel Prosa-Sonett trägt.
  3. Welche Wirkung geht von der Strophenanordnung im Vergleich zur Prosatextfassung aus?
  4. Die Strophenanordnung ist eher Gegenstand einer "»Augenmetrik« als einer »Ohrenmetrik«" (vgl. Burdorf 1995, S.97). Was bedeutet diese Feststellung im Zusammenhang mit dem obigen Text?

» Baustein: Reimschema und Strophenform des Sonetts

  

 
                 
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