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Friedrich Schiller: Maria Stuart - Mortimer

Mortimer

Aus Schüleraufsätzen

 
 
 
  Die nachfolgenden Auszüge stammen aus Schüleraufsätzen, die sich mit der literarischen Charakteristik der Figur Mortimers befasst haben. Dabei sind nicht alle Beispiele aus Aufsätzen, die die literarische Charakteristik der Figur als Einzelthema hatten. Die literarische Charakteristik konnte auch Teil einer Szeneninterpretation sein (vgl. Arbeitsanregung 1 zu Szene II,8)

Text 1:
Mortimer hat ein sehr naives und leichtgläubiges Verhalten, d. h. er würde alles dafür tun, Maria zu befreien, egal was es für Folgen haben könnte. Es würde sich sogar in den Tod stürzen. Schiller hat Mortimer für das Drama erfunden, um die katholischen Ansichten der Außenwelt einzubeziehen. In dem Stück verfolgt Mortimer nur ein wahres Ziel, Maria zu erobern. Er macht das Drama spannender und verständnisvoller. Mortimer stammt aus einer puritanischen Religion, durch die Reise nach Frankreich und Italien ändern sich seine Gefühle. Er ließ sich von der französischen Pracht beeinflussen und wechselte daher zum anderen Glauben über. Mortimer ist sehr leichtgläubig, weil er sich nur von der äußeren Erscheinung der Religion verführen lässt.

Text 2:
[...] In der 8. Szene des II. Aufzuges wirkt er eifrig, manchmal zu eifrig und möchte die Befreiung schnell hinter sich bringen.

Text 3:
Sonst handelt er überlegt: unterstützt die katholischen Geistlichen, indem er Maria retten will. Der Plan von ihm und seinen Komplizen ist durchdacht. Mortimer schmeichelt sich bei Elisabeth ein und übernimmt sogar den Auftrag, Maria zu töten.

Text 4:
In II,8 handelt er nur hastig auf Grund seiner (Z 1873) Gefühle für Maria und der Eile, Leicester zuvorzukommen, weil er ja weiß, dass Leicester Maria liebt. (Ende des Interpretationsaufsatzes)

Text 5:
Mortimer ist ein junger, schlanker Mann, der ein gepflegtes Erscheinungsbild hat. Er erweckt einen sympathischen Eindruck. Er ist sehr sprachgewandt und höflich, kann aber auch sehr dominieren, wenn er irgendetwas durchsetzen will. Er ist ein adeliger Junggeselle, der in einer solchen Umgebung aufgewachsen ist und sich in der Gunst der Königin Elisabeth befindet. Er passt in die Gesellschaft des Adels einwandfrei hinein. Er versteht es, seine Gefühle im richtigen Moment zu zeigen oder zu verstecken, außerdem versucht er keine Schwäche zu zeigen, da diese ausgenutzt und gegen ihn verwendet werden könnte. Sein Geist wurde durch die Erziehung in Rom stark geprägt, was sicherlich auch mit seinem Übertritt zum Katholizismus zu tun hat. Er ist klug und listig, aber auf Grund seines Alters noch unerfahren, Sein Traum ist es, Maria zur Frau zu haben.

Text 6:
Mortimer setzt sich gerne für Menschen, die ihm wichtig sind, ein und versucht dann alles für sie zu tun. Er ist ein fürsorglicher Mensch, auf den man sich verlassen kann. Er spielt nicht so ein falsches Spielchen wie Leicester, sondern ist ehrlich. Er ist rebellisch und versucht, sein Ding durchzusetzen. Und wenn er das nicht schafft, ist er von sich selber so enttäuscht, dass das schwere Konsequenzen hat, wie der Selbstmord zeigt.
  

 
 
   Arbeitsanregungen:
  1. Arbeiten Sie Vorzüge und Mängel der Schülerbeispiele bei der literarischen Charakteristik Mortimers heraus.

  2. Beschreiben Sie den/die Fehler oder Schwächen möglichst präzise, um daraus Hinweise für die Verbesserung zu gewinnen.

  3. Fassen Sie für mindestens 2 der Schülerbeispiele ihr Ergebnis schriftlich zusammen.

 →Operatorenkatalog des Landes Baden-Württemberg)

 
     
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