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Schiller: Maria Stuart - Einzelne Figuren

Sag' mal, Elisabeth!

Unzeitgemäße Fragen an Elisabeth

 
 
 

Mit einer Reihe von "Sag'-mal-Fragen" könnte die Figur der Elisabeth  Gegenstand einer szenischen Interpretation sein. Aus heutiger Position lassen sich an die Figur der Elisabeth eine ganze Reihe von unzeitgemäßen, z. T. auch unbequemen Fragen stellen. Die Antworten auf diese Fragen können unter Einbezug textorientierter sozialhistorischer Gegebenheiten der Figur bzw. ihres Autors oder und/oder des Erfahrungsbezugs des »Schauspielers« Plausibilität erlangen. 
Beachtet werden muss bei der szenischen Interpretation, dass Textbezug und Textorientierung bei der Gestaltung kein größeres Gewicht haben als die von der Spielerin der Maria Stuart eingenommenen Haltungen und vorgenommenen Handlungen (Subjekt- und Gruppenbezug). Die Fragen können entweder spontan, nach Vorbereitung in Arbeitsgruppen oder häuslicher individueller Vorbereitung gestellt werden.

1 Spielleiter,  1 Spieler/in- der Maria Stuart, übrige Teilnehmer und Teilnehmerinnen
Spielverlauf
  1. Ein Spielleiter wird bestimmt, der animieren und zielgerichtet eingreifen kann, wenn das Spiel stockt oder andere Schwierigkeiten auftreten.

  2. Ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin (u. U. auch mehrere Teilnehmer) versetzt sich in die Rolle Elisabeths.

  3. Die anderen Teilnehmer nehmen Elisabeth ins Kreuzverhör und stellen auf der Basis des Textes "unbequeme" Fragen an sie, die diese zur Äußerung von Gefühlen, Wertungen und zur Abgabe von Rechtfertigungen und Begründungen für ihr Verhalten veranlasst.

  4. Elisabeth versucht im Kreuzverhör die gestellten Fragen möglichst wahrheitsgetreu und authentisch zu beantworten.

  5. Im Anschluss an das Kreuzverhör äußert sich Elisabeth in ihrer Rolle über ihre Eindrücke, Gefühle und Wahrnehmungen während der Befragung.

  6. Zuletzt geben die Fragenden ihre Eindrücke über das beobachtete Verhalten Elisabeths im Kreuzverhör wieder.

Spielanweisung
Sie haben nun die Gelegenheit, Elisabeth alle möglichen Fragen zu stellen, die sich Ihnen im Zusammenhang mit der Figur, ihrem Verhalten, ihren Einstellungen, Haltungen und Gefühlen stellen. Stellen Sie ihr möglichst auch, unbequeme Fragen, die sie zur Stellungnahme und Rechtfertigung oder zur Äußerung von Gefühlen bewegen könnten.
"Elisabeth" wird diese Fragen alle so beantworten, wie es ihr nach ihrer Kenntnis des dramatischen Geschehens auf der Bühne, der Vor- und der möglichen Nachgeschichte verfügbar ist. Dabei kommen natürlich auch die eigenen Lebenserfahrungen des Spielers zum Zuge, die so viel zählen wie der Textbezug.

 

     
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