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Friedrich Schiller: Maria Stuart - III,8

Westminster-Talk

Nach dem Anschlag: Was wird aus Maria Stuart?

 
 
  Nach dem Anschlag auf Elisabeth in  III,8 soll nach dem Beispiel einer Fernsehtalkrunde von Politikern der Westminster-Talk durchgeführt werden. Diese Talkrunden sind grundsätzlich öffentlich. Es gibt also auch Rücksichtnahmen, die einzelne Teilnehmer dazu veranlassen, sich in dieser Runde nur in einer ganz bestimmten Weise zu äußern. Ungeachtet dieser Vorgabe können natürlich eine Reihe verschiedener Varianten realisiert werden.
 

 

Teilnehmer

(Teilnehmende Personen markieren!)

Textbezug

Kommunikationsrahmen

Nur was nachweis-
lich im Text steht

Auch was über den Text hinaus plausibel ist

Alle sind immer Hörer und Sprecher

"Flüstern" zwischen einzelnen Figuren erlaubt

zeitweise Teilgrup-pen

1

M, E, Du, C, T, P, Mo, A  Moderator

 

 

 

2

M, E, Du, C, T, P, Mo A  Moderator

 

 

 

3

M, E, Du, C, T, P, Mo, A Moderator

 

 

4

M, E, Du, C, T, P, Mo, A  Moderator

 

 

 

5

M, E, Du, C, T, P, Mo A Moderator

 

 

 

6

M, E, Du, C, T, P, Mo, A  Moderator

 

 

 

7

M, E, Du, C, T, P, Mo, A  Moderator

 

 

8

M, E, Du, C, T, P, Mo, A  Moderator

 

 

 

 

E    = Elisabeth, Königin von England
M   = Maria Stuart, Königin von Schottland, Gefangne in England
Du  = Robert Dudley, Graf von Leicester
T    = Georg Talbot, Graf von Shrewsbury
C    = Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh, Großschatzmeister
P    = Amias Paulet, Ritter, Hüter der Maria
Mo  = Mortimer, sein Neffe
A    = Graf Aubespine, französischer Gesandter

Vorbereitung in Gruppenarbeit

  • Die Westminster-Talkrunden wollen gut vorbereitet sein. Dazu müssen sich die jeweiligen Darsteller (es können selbstverständlich auch mehr als einer eine bestimmte Person im Talk repräsentieren) gut - am besten in der Gruppe - vorbereiten.

  • Insbesondere der Moderator bzw. die Moderatorin müssen mit gezielten, mitunter klar provozierenden Fragen, eine solide Textkenntnis besitzen und sich in die jeweiligen Figuren ziemlich gut hineinversetzen können.

Durchführung

  • Die Westminster-Talks sollten auf jeden Fall der Sitzordnung in einer Fernsehtalkrunde angenähert werden. Es eignet sich also da am besten der Stuhlkreis.

  • Der/die Moderatoren haben im Vergleich zu den anderen Teilnehmern besondere Rechte.

    • Sie können das Wort erteilen und entziehen.

    • Sie dürfen, um der "Wahrheit" auf die Spur zu kommen, bestimmen, ob die Äußerung, die eine Figur auf eine der Fragen macht, privat ist ("Flüstern") oder alle anderen Teilnehmer sie hören dürfen. Damit ist die Möglichkeit gegeben, einzelne Figuren zu Äußerungen zu veranlassen, die sie sonst in der Öffentlichkeit der Talkrunde nicht machen würden.

    • Außerdem dürfen Sie für eine kurze Zeit das Gespräch nur in einer Untergruppe führen, um ähnliche Wirkungen zu erzielen.

    • Sie dürfen, wenn nötig, nicht auf der Bühne erscheinende Figuren (Backstage Characters) wie den Kardinal von Guise usw. aus dem Publikum "zuschalten."

  • Die Teilnehmer der Talkrunde sprechen in Ich-Form. Sie müssen versuchen, möglichst überzeugend zu wirken. Das gelingt nur, wenn sie sich in die jeweilige Figur gut hineinversetzen. Außerdem müssen sie in Ihrer jeweiligen Antwort möglichst viele der im Text vorhandenen Gesichtspunkte oder - wenn erlaubt - über den Text hinausgehende, aber plausible Aspekte in ausführlichen Redebeiträgen vorbringen.

  • Eine Beobachtergruppe verfasst am Ende einen Zeitungsbericht über die Aussagen und das Verhalten der Teilnehmer am Talk. Dabei dürfen allerdings keine geflüsterten oder in Teilgruppen erörterten und geäußerten Gesichtspunkte in den Zeitungsbericht einfließen. Die Beobachtergruppe kann den Teilnehmern am Ende der Talkrunde schon ein erstes mündliches Feedback geben.

 

 
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