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Friedrich Schiller: Maria Stuart - III,1

Metrische Strukturen der Lieder

 
 
  Die vier Lieder  in Szene  III,1 von Schillers Drama  »Maria Stuart«

heben sich in ihrer metrischen Struktur (Versmaß)  von der jambischen Taktart des übrigen Blankverses deutlich ab. Vorherrschend, wenngleich nicht für jeden einzelnen Vers durchgestaltet, ist der Daktylus  mit seiner Abfolge von einer Hebung (betonte Silbe) und zwei nachfolgenden Senkungen (unbetonte Silben). Diese über den Blankvers hinausgehende "Lyrisierung" der dramatischen Rede verstärkt den Charakter der gebundenen Rede insgesamt. Erreicht wird damit eine stärkere thematische Pointierung und Intensivierung der Aussage einerseits und eine den Zuschauer von der Figur distanzierende Haltung andererseits. Letzteres strebt  eine "Freiheit »ästhetischer« Rezeption« beim Zuschauer" an, welche Voraussetzung der von Schiller intendierten ästhetischen Wirkung darstellt. ( vgl. Leipert 2000, S.84)

Die in das ansonsten im z. T. hier auch gereimten Blankvers gestaltete Gespräch von Maria Stuart und Hanna Kennedy (III,1) eingefügten Einlagen werden durch

"lyrisiert" und dienen damit zur Gestaltung einer nur in der Vorstellungskraft erzeugten ästhetisierten Idylle.

 

 

 
     
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