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Friedrich Schiller

Mittagessen in der Karlsschule

Friedrich Nicolai (1733-1811)

 
 
Friedrich Nicolai (1733-1811) hat seine Eindrücke über das Mittagessen an der Karlsschule, die er während einer Deutschlandreise besuchte, niedergeschrieben:

"Jeder blieb hinter seinem Stuhl stehen und machte auf Kommando Front zur Tafel. Mit lautem Klatschen flogen aller Hände im Gebet zusammen, danach ergriff jedermann den Stuhl und ließ sich mit so gleichzeitigem Geräusch darauf nieder, als wenn ein Bataillon das Gewehr abfeuert. Es fehlte noch, dass alle im Takt mit dem Löffel in die Suppe fahren. Das Kommando, mit dem Essen zu beginnen, erteilte aber der Herzog. Er stand gewöhnlich am Tisch der Chevaliers und sah sich um, bis jeder seinen Platz eingenommen hatte. Dann rief er sein »Dinez messieurs!« und die Zöglinge gehorchten mit tiefer Verbeugung. Sechs Eleven teilten sich eine Schüssel, aus der einer den anderen vorlegte.; dieses Amt wechselte täglich. Karl Eugen blieb im Saal. Im roten Frack, mit einem Stöckchen spielend, schritt er durch die Tischreihen, plauderte väterlich mit den Zöglingen und teilte nach Gebühr Lob und Tadel aus. Um das Bild der großen Familie zu vervollständigen, zeigte sich auch die Gräfin von Hohenheim oft im Speisesaal."

(zit. n. Safranski 2004, S.34f.))

 
   
   Arbeitsanregungen
  1. Nach welchen Regeln vollzieht sich das Essen der Eleven?
  2. Erläutern Sie, weshalb der Herzog an diesen Mahlzeiten häufig teilnimmt.

 →Operatorenkatalog des Landes Baden-Württemberg)

     
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