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Kurt Marti, Neapel sehen

Sprachliche Mittel


Kurt Marti setzt in seiner Kurzgeschichte »Neapel sehen« verschiedene sprachliche, stilistische und rhetorische Mittel ein, um die Aussage seiner Geschichte zu gestalten.

Wortwahl

  • Personalpronomen "er" für den Mann und namenlose Bezeichnung seiner Frau, des Arztes, des Meisters und des Nachbarn (überindividuelle Bedeutung)

  • auffallender Gebrauch des bestimmten Artikels und des Possesivpronomens, der sich im Zuge der Geschichte verändert: aus "die Fabrik" wird "seine Fabrik", aus "seiner Frau" wird "die Frau"; Private und berufliche Beziehungen verkehren sich in ihr Gegenteil: die privaten entpersönlichen sich, die beruflichen gewinnen persönliche, fast intime ("zärtlich ") Züge

  • Wortwiederholungen: 10x "hasste", Monotonie der Sprache entspricht Monotonie der Akkordarbeit;  "Er sah sein Gärtchen", "Er sah den Abschluss des Gärtchens ... weiter sah er nicht" = Gleichartigkeit und Eingeschränktheit der Wahrnehmung, Verengung)

Satzbau

  • Meist einfache, kurze Sätze (Parataxe) oder Satzreihen, die die Monotonie der Lebenswelt und ihrer Verarbeitung durch den Mann unterstreichen

  • grammatischer Parallelismus (Verb-Zweitstellung im Satzbau): er hasste ...; er sah ...", er glaubte ihm (ihr) nicht 

Sprachebene

  • Alltagssprache (mundartlich: Blust) mit kaum einem Fremdwort (Stakkato), keine fachsprachlichen Ausdrücke

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