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Daja

Interpretationsansätze zur Figur der Daja


Die Figur der Daja in Lessings Drama »Nathan der Weise« kann unter verschiedenen Aspekten betrachtet und interpretiert werden. Ein kleine Auswahl von Interpretationsaussagen lädt zur Auseinandersetzung ein:

  1. "Im handschriftlichen Entwurfe des »Nathan« behandelt sie der Tempelherr, wie sie ihn ins Haus des Juden ladet, geradezu als Kupplerin; diesen Zug hat der Dichter, als dem hohen Stil seines Schauspiels unangemessen, in der Ausführung verwischt; aber als eine Art geistlicher Kupplerin hat er Daja selbst gezeichnet; wirklich verbindet sich ja ihr Projekt, Recha der Christenheit wiederzugeben, bald mit dem eigentlichen Heiratsprojekt, und so kann es ihr an einem doppelten Kuppelpelz, einem irdischen und einem himmlischen nicht fehlen. Auf dem Grund einer gutmütigen, aber gemeinen Natur mischen sich Bigotterie, Neugier und Geschwätzigkeit mit wirklicher Anhänglichkeit für ihren Zögling auf eine Weise, die diese in der Ökonomie des Stücks ganz unentbehrliche Mittelsperson zugleich zu einer höchst ergötzlichen Figur macht." (aus: David Friedrich Strauß, Über Lessings Nathan. Ein Vortrag (1863), in: Bohnen (Hg.) (1984), S.33; an die moderne Rechtschreibung angepasst, G.E.)

 

 
   Arbeitsanregungen:
  1. Setzen Sie sich mit den obenstehenden Thesen zur Interpretation der Figur der Daja auseinander.

  2. Ziehen Sie dazu die entsprechenden Textbelege heran.
     

     
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