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Franz Kafka: Der Prozess

Figurenkonstellation

Verhaftung


Die Figurenkonstellation im Kapitel "Verhaftung" in Franz Kafkas Roman "Der Prozess" lässt sich mit folgender Strukturskizze visualisieren:

Die Figuren des "Kapitels" lassen sich, abgesehen von der zentralen Figur des Josef K., zwei Bereichen zuordnen, nämlich der anklagenden Behörde und dem privaten und beruflichen Umfeld von Josef K. Alle Figuren, außer Josef K. selbst, tragen dabei dazu bei, dass Josef K. seine an bestimmten gesellschaftlichen Normen orientierte Selbstüberheblichkeit verliert und zusehends mehr verunsichert wird. Die Vertreter der anklagenden Behörde überlassen ihn nach der Bekanntgabe seiner Verhaftung, die sie nicht begründen, sich selbst und die Personen aus dem privaten und beruflichen Umfeld von Josef K. sorgen dafür, dass die Verhaftung und ihre näheren Umstände nicht zur Privatangelegenheit des Angeklagten werden können, sondern die Öffentlichkeit von Anfang an daran teilhat. Zugleich verschärft die Tatsache, dass die Erhebung der Anklage sofort im privaten und beruflichen Umfeld Josef K.s bekannt wird, den psychosozialen Druck auf Josef K.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 18.02.2014

     
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