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Franz Kafka: Gibs auf!

Interpretationsansätze in der Analyse Heinz Politzers (1977)

Tabellarische Übersicht

 
 
Die von Heinz Politzer (1977) dargestellten Interpretationsätze zu Franz Kafkas Parabel "Gibs auf" lassen sich in folgender Art und Weise zusammenfassen:
 

Biographisch-psychologischer
Interpretationsansatz

Religiöser
Interpretationsansatz

 
  • Ich leidet an akuter Klaustrophobie (= Angst vor geschlossenen Räumen)
  • Kafka leidet an der gleichen Krankheit
  • resultiert aus der Erfahrung der dreifachen Ghettosituation in Prag
    Ergebnis: Isolation, Entfremdung, Isolation
  • Sensibilisierung für Historizität (geschichtliche Bedingtheit) des eigenen Lebens aus dem Vergleich mit der politischen Ausweglosigkeit des habsburgischen Österreich
  • Text als Studie der Neurasthenie (Nervenschwäche)
  • Dreimaliges Versagen des Ich
  • Ursachen dieses Versagens sind Urängste
    • Angst vor dem Zu-spät-Kommen = Angst vor dem Tod
    • Angst vor dem Schutzmann = Allegorie auf Kafkas Vater als Erzieher

 

 
  • spirituelle Deutung der Vater-Figur
  • Fremdgefühl im irdischen Dasein verweist auf Ewigkeit (Uhrenvergleich)
  • Ewigkeit liefert aber auch keine Antwort und keinen Schutz
  • Begegnung zwischen Mann und Schutzmann verweist auf den Sündenfall
  • "Gibs auf" als Gottesurteil
   
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