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Andreas Gryphius: Es ist alles eitel

Formmerkmale des Gedichts


Das Gedicht »Es ist alles eitel« von Andreas Gryphius weist folgende Formmerkmale auf:
 

 

   sechshebiger Jambus - unbetont x / betont X
 
 x    X       x  X     X   /  x   X x X   x  X  x
  Alexandriner - Vers / Mittelzäsur
1.
Quar-
tett
Du siehst, wohin du siehst, nur eitelkeit auf erden. a Endreim - weibliche Kadenz
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein; b männliche Kadenz
Wo ietzundt städte stehn, wird eine Wiese seyn, b Paarreim
Auf der ein schäfers kind wird spielen mit den herden; a umarmender / umfassender Reim
 
2.
Quar-
tett

 

Was itzundt prächtig blüth, / sol bald zutreten werden; a These - Antithese
Was itzt so pocht und trotzt , / ist morgen asch und bein; b / Mittelzäsur
Nichts ist, das ewig sey, kein ertz, kein marmorstein. b  
Jetzt lacht das glück uns an, bald donnern die beschwerden. a  
 
1.
Ter-
zett
Der hohen thaten ruhm muß wie ein traum vergehn. c Paarreim
 Soll denn das spiel der zeit, der leichte mensch bestehn? c   
Ach, was ist alles diß, was wir vor köstlich achten, d umarmender Reim
 
2.
Ter-
zett

 

Als schlechte nichtigkeit, als schatten, staub und Wind, e Paarreim
Als eine wiesen blum, die man nicht wieder find't! e  
 Noch wil, was ewig ist, kein einig mensch betrachten. d  

Sonett ( 2 Quartette und 2 Terzette)

   
Inhalt:
Die Zeit rückt  unaufhaltsam voran und geht über die Menschen und ihre Welt hinweg.

Zusammenhang von Form und Inhalt

Metrum:
Der Sprachfluss rückt gleichförmig und unaufhaltsam voran.

  
[ Baustein 1 ] Baustein 2 ] Baustein 3 ]
          

          CC-Lizenz
 

 

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