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Bausteine zu Wolfgang Borchert: Nachts schlafen die Ratten doch

« Phasen im Gesprächsverlauf »

 
FAChbereich Deutsch
Center-Map Glossar Literatur Autorinnen und Autoren ● Wolfgang Borchert Kurzgeschichten Nachts schlafen die Ratten doch Text Aspekte der Erzähltextanalyse [ Bausteine Verschiedene Arbeitsanregungen (Sammlung)
Mit dem Text kreativ umgehen Den Text in Sinnabschnitte gliedern und die Inhaltliche Gliederung herausarbeiten Das Thema der Geschichte formulieren (Schülerbeispiel) Den Aussagekern für die Inhaltsangabe formulieren (aus Schülerarbeiten) Den Dialog der Figuren indirekt wiedergeben Eine Inhaltsangabe konzipieren  ▪ Nacherzählung Das Gespräch der Figuren mit eigenem Analyseraster analysieren Das Gespräch der Figuren mit einem vorgegebenen Analyseraster untersuchen Den Gesprächsverlauf in Phasen einteilen Sprechakte des Gesprächs näher bestimmen Den Anfang der Geschichte analysieren: Den Text zur Analyse annotieren Erzähltechnische Mittel herausarbeiten und beschreiben Einem Interpretationsansatz folgen Interpretationsaussagen am Text belegen Strukturen für eine Interpretationsskizze visualisieren ] Die KüchenuhrAn diesem Dienstag Die Kirschen Das Brot Die drei dunklen Könige Lesebuchgeschichten Mein bleicher Bruder Die Katze war im Schnee erfroren Der Kaffee ist undefinierbar Die lange lange Straße lang Die Mauer Das Gewitter Die traurigen Geranien Im Schnee, im sauberen Schnee Bleib doch, Giraffe Gottes Auge Schreibformen Operatoren im Fach Deutsch

Einzelne Gesprächsphasen erkennen
Das Gespräch zwischen dem Mann und dem Jungen in Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte »Nachts schlafen die Ratten doch« kann in sieben Phasen eingeteilt werden (vgl. Vieth 1984)

Einleitung

  • Der Mann beginnt das Gespräch.

  • Jürgen gibt nur darüber Auskunft, was er auf dem Trümmergrundstück macht (»aufpassen«).

1. Misstrauen von Jürgen

  • Jürgen will nicht verraten, worauf er aufpasst, reagiert auf die Äußerungen des Mannes abwehrend.

  • Mann gelingt es mit Geduld, das Interesse von Jürgen zu gewinnen (»Rechenaufgabe«) und erwähnt seine Kaninchen.

  • Jürgen macht einen staunenden Mund.

2. Jürgen wird unsicher

  • Jürgen schwankt zwischen seinem geweckten Interesse für die Kaninchen und seinem Entschluss, auf dem Trümmergrundstück Wache zu halten.

  • Der Mann versucht weiter, Jürgens Vertrauen zu gewinnen (»Du rauchst?«), indem er ihm das Gefühl gibt, gleichberechtigter Partner zu sein, und indem er ihn mit seinen Erklärungen ernst nimmt.

  • Der Mann lockt Jürgen mit seiner Andeutung, er könne vielleicht ein Kaninchen bekommen, aus seiner Reserve; Umdrehen des Mannes zum Abschied als Höhepunk des Dialogs.

3. Jürgen hat Vertrauen gefasst

  • Jürgen vertraut dem Mann an, weshalb er Wache hält und berichtet von der Ausbombung; hat aber den Tod seines Bruders nicht wirklich realisiert (Präsens: »Er muss hier ja noch sein. Er ist doch viel kleiner als ich.«).

  • Der Mann versucht mit seiner Notlüge (»Nachts schlafen die Ratten doch«) Jürgen zum Verlassen des Trümmergrundstücks zu bewegen; "rationale" Begründung statt Zwang! - Wendepunkt des Dialogs.

4. Jürgen ist auf andere Gedanken gekommen

  • Beim Malen im Sand malt Jürgen schließlich "kleine Kaninchen".

  • Der Mann macht quasi vor, wie man die Ruine verlassen kann und bekräftigt erneut seine Notlüge, in der dieses Mal das Wort "Ratten" nicht mehr vorkommt.

5. Jürgen schöpft wieder Hoffnung

  • Jürgen schöpft, sobald er sich für das weiße Kaninchen (Weiß = Farbe der Reinheit) interessiert, wieder Hoffnung und verändert durch Aufstehen erstmals seine räumliche Lage.

6. Jürgen ist entschlossen, die Ruine zu verlassen

  • Der Mann erklärt, dass er später wiederkomme, Jürgen sich ein Kaninchen aussuchen und er mit ihm nach Hause gehe, um seinem Vater zu sagen, wie ein Kaninchenstall gebaut werden müsse.

  • Jürgen ist jetzt geradezu begeistert und ruft sogar laut heraus, dass er warten wolle, bis der Mann zurückkommt.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 18.11.2019

     
 

 
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