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Das Gespräch zwischen dem Mann und dem Jungen in
Wolfgang
Borcherts
Kurzgeschichte
»Nachts
schlafen die Ratten doch« kann in sieben Phasen
eingeteilt werden (vgl.
Vieth
1984)
Einleitung
- Mann beginnt das Gespräch
- Jürgen gibt nur darüber Auskunft, was er auf dem
Trümmergrundstück macht (»aufpassen«)
1. Misstrauen von Jürgen
- Jürgen will nicht verraten, worauf er aufpasst, reagiert auf
die Äußerungen des Mannes abwehrend
- Mann gelingt es mit Geduld, das Interesse von Jürgen zu
gewinnen (»Rechenaufgabe«) und erwähnt seine Kaninchen
- Jürgen macht einen staunenden Mund
2. Jürgen wird unsicher
- Jürgen schwankt zwischen seinem geweckten Interesse für die
Kaninchen und seinem Entschluss, auf dem Trümmergrundstück
Wache zu halten
- Mann versucht weiter, Jürgens Vertrauen zu gewinnen (»Du
rauchst?«), indem er ihm das Gefühl gibt, gleichberechtigter
Partner zu sein, und indem er ihn mit seinen Erklärungen ernst
nimmt
- Mann lockt Jürgen mit seiner Andeutung, er könne vielleicht
ein Kaninchen bekommen, aus seiner Reserve; Umdrehen des Mannes
zum Abschied als Höhepunk des Dialogs
3. Jürgen hat Vertrauen gefasst
- Jürgen vertraut dem Mann an, weshalb er Wache hält und
berichtet von der Ausbombung; hat aber den Tod seines Bruders
nicht wirklich realisiert (Präsens: »Er muss hier ja noch
sein. Er ist doch viel kleiner als ich.«)
- Mann versucht mit seiner Notlüge (»Nachts schlafen die
Ratten doch«) Jürgen zum Verlassen des Trümmergrundstücks zu
bewegen; "rationale" Begründung statt Zwang! -
Wendepunkt des Dialogs
4. Jürgen ist auf andere Gedanken gekommen
- Beim Malen im Sand malt er schließlich "kleine
Kaninchen"
- Mann macht quasi vor, wie man die Ruine verlassen kann und
bekräftigt erneut seine Notlüge, in der dieses Mal das Wort
"Ratten" nicht mehr vorkommt
5. Jürgen schöpft wieder Hoffnung
- Jürgen schöpft, sobald er sich für das weiße Kaninchen
(Weiß = Farbe der Reinheit) interessiert, wieder Hoffnung und
verändert durch Aufstehen erstmals seine räumliche Lage
6. Jürgen ist entschlossen, die Ruine zu verlassen
- Mann erklärt, dass er später wiederkomme, Jürgen sich ein
Kaninchen aussuchen und er mit ihm nach Hause gehe, um seinem
Vater zu sagen, wie ein Kaninchenstall gebaut werden müsse.
- Jürgen ist jetzt geradezu begeistert, und ruft sogar laut
heraus, dass er warten wolle, bis der Mann zurückkommt
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