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Borchert, Nachts schlafen die Ratten doch

Interpretationsansatz

 

Um einen Interpretationsansatz zu Wolfgang Borcherts  »Nachts schlafen die Ratten doch« zu finden, können die nachfolgenden Interpretationshinweise hilfreich sein.

Herbert Vieth (1984) betont die in der Geschichte sichtbare Verständigungsfähigkeit durch Sprache:

»Angesichts der Verlorenheit des Menschen innerhalb der allgemeinen Zerstörung des Kriegs ist die Offenheit des Schlusses dichterisch konsequent. Borchert kann nicht ernsthaft Mut machen wollen, mit Kaninchen gegen Ratten anzutreten; er kann (zumal 1947) nur mit dem, was Dichtung überhaupt zu leisten vermag, einen Weg der Hoffnung weisen. Dichtung kann die in Trümmer gelegte Welt nicht wieder erbauen; sie kann aber, selbst in aller ästhetischen Anspruchslosigkeit, verweisen auf die noch intakte therapeutische Funktion der Sprache. Das helfende Gespräch kann dazu beitragen, die seelische "Schuttwüste" wiederzubeleben, insbesondere die der Kinder, die den Krieg nicht angezettelt haben.« (Vieth 1984, S.102) 


   Arbeitsanregungen:
  1. Arbeiten Sie den Interpretationsansatz von Herbert Vieth heraus.
  2. Versuchen Sie diesen Ansatz am Text bei Ihrer eigenen Textbeschreibung und/oder -analyse zu berücksichtigen.

  

      
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