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Strukturierte Textwiedergabe

Sprachliche Gestaltung

 
 
Die strukturierte Textwiedergabe stellt auch sprachlich hohe Anforderungen. Vor allem wenn sie Bestandteil der Texterörterung ist, bei der die kritische Auseinandersetzung mit den Aussagen eines Textes verlangt wird, kommt der Beherrschung bestimmter sprachlich-stilistischer Regeln große Bedeutung zu.

 

  • Präsens
    Grundsätzlich ist das Tempus der Textwiedergabe das Präsens, denn die Gegenwart (Präsens) ist das Tempus, mit dem ein Text, so wie er gerade vor einem liegt (Textgegenwart), beschrieben wird. Auch wenn der Text schon vor hundert Jahren verfasst worden ist, wird nicht über seinen Inhalt erzählt (Vergangenheitsform: Imperfekt, Präteritum), sondern über seine Textgegenwart informiert, d. h. man nimmt ihn gerade so, wie er daherkommt und gibt das wieder, was in ihm (geschrieben) steht. Der der indirekten Redewiedergabe übergeordnete Satz steht stets im Präsens, die indirekte Rede erfolgt stilistisch korrekt im Konjunktiv I.

  • Informativer Stil ohne Ausschmückungen
    Wer über den Inhalt und Gedankengang eines Textes informieren will, sollte sich um einen Stil bemühen, der klar und verständlich ist und sich jeder Weitschweifigkeit und stilistischer Ausschmückung enthält. Dies nicht zuletzt deshalb, weil sich darüber ganz schnell Wert- oder Sachurteile in die Textwiedergabe einschleichen, die darin nichts zu suchen haben.

  • Distanziert, ohne eigene Wertungen
    Auch wenn es einen bei der Textwiedergabe noch so sehr verlockt, seine Meinung zu bestimmten Gedanken abzugeben, sollte man sich darin Zurückhaltung auferlegen, wenn es ohnehin schon durch Auswahl und Akzentuierung bestimmter Gesichtspunkte nicht ganz ohne "eigene" Meinung geht.

  • Ohne Zitate
    In einer der strukturierten Textwiedergabe haben Zitate ganz prinzipiell nichts zu suchen. Denn im Zuge der Textwiedergabe sollen ja bestimmte Äußerungen nicht belegt werden oder zur Illustration herangezogen werden. Hier wird ja gerade gesagt, was im Text steht.

  • Sprachlich eigenständig
    Ganz generell ist ein Text so wiederzugeben, dass sich die Textwiedergabe in Wortwahl und Satzbau, aber auch in stilistischer Hinsicht allgemein, deutlich vom Ausgangstext abhebt. Dies bedeutet nicht, dass einzelne Begriffe, insbesondere wenn es sich um Fachtermin handelt, bei der Textwiedergabe nicht verwendet werden dürften. Das Augenmerk sollte aber vor allem darauf gerichtet werden, dass in Passagen, bei denen der Ausgangstext paraphrasiert wird, dies nicht zu der Extremform der bloßen Textwiedergabe im Konjunktiv führt.

  • Indirekte Redewiedergabe
    Gerade die strikte Trennung zwischen den Aussagen des Textes und eigener Meinung zwingt bei der strukturierten Textwiedergabe zur Kenntlichmachung der Textaussagen durch die verschiedenen Formen indirekter Redewiedergabe. Hier kommen eine Reihe von Möglichkeiten in Betracht:

Zur Beschreibung des Gedankengangs in einem Text kann man eine Reihe von Wörtern und Wendungen verwenden, die argumentative, beschreibende oder erklärende Strukturen bei der Entfaltung des Themas kennzeichnen können.
 

      
  Überblick ] Merkmale ] Konspekt ] Klappentext ] Summary ] Abstract ] Inhaltsangabe ] Strukturierte ... ] Rezension ] DIN 1426 ]  
 

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