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FAQ's: Strukturierte Textwiedergabe

Was unterscheidet Inhalt und Gedankengang eines Textes?


Ja, diesen Unterschied muss man schon kennen. Und doch ist es gar nicht so einfach, ihn auch klar zu machen. Und zugegeben: Mitunter ist es auch schwierig, Inhalt und Gedankengang voneinander abzuheben. Denn schließlich sind Gedanken ja nicht ohne Inhalt zu denken usw. ...

Der Inhalt ist, so ließe sich sagen, das, was in einem Text steht.

  • Hier geht es also um die Aussagen und Informationen in einem Text.

  • Man könnte auch sagen: beim Inhalt geht es um das Was des Textes.

Bei der strukturierten Textwiedergabe musst du also zunächst einmal erfassen und verstehen, was in einem Text steht. Dazu kannst du verschiedene Methoden anwenden (s. Arbeitsschritte). Eine wichtige Methode zur Herausarbeitung des Inhalts ist die Aussagenliste, bei der du das, was im Text steht, beim Formulieren schon ein Stück weit in eigene Worte bringen kannst.

Die Erfassung des Textinhalts mündet in die Einteilung des Textes in verschiedene Sinnabschnitte. Die Sinnabschnitte, die mit der Absatzgliederung eines Textes übereinstimmen kann, aber ebenso nicht, drücken aus, wie der Bearbeiter des Textes den inhaltlichen Aufbau des Textes versteht. In gewisser Hinsicht ist dieser inhaltliche Aufbau des Textes das Gerüst für das Textganze.

Mit dem Begriff Gedankengang bezeichnet man die Art, wie der Inhalt in einem Text entfaltet wird. (»thematische Entfaltung)

  • Hier geht es also darum, den Verlauf eines Gedankengangs und seine gedankliche Verknüpfung miteinander zu erfassen. Im Mittelpunkt steht also der Bezug der Informationen und Aussagen im Rahmen einer ganz bestimmten gedanklichen Entwicklung des Themas.

  • Man könnte auch sagen: Beim Gedankengang geht es um das Wie des Textes.

Bei der strukturierten Textwiedergabe musst du zunächst herausarbeiten, ob der Text insgesamt oder bestimmte Teile das Thema dadurch entfalten, dass sie

  • über etwas berichten

  • etwas beschreiben

  • etwas erzählen

  • etwas diskutieren (im Sinne von zu etwas Stellung nehmen, argumentieren)

Der Gedankengang zeigt sich in bestimmten Strukturen, die den Bezug von Aussagen in einem Text betreffen. Diese lassen sich mit bestimmten Formulierungen ausdrücken. Mit diesen kann man z. B.

Der Gedankengang lässt sich mit derartigen Formulierungen beschreiben, die dann wie folgt aussehen können:

Beschreibung des Gedankengangs
(h: einer argumentativen Struktur)
Wiedergabe des Inhalts
Der Autor behauptet, tragische Unfälle von Snowboardfahrern hätten in den letzten Jahren dramatisch zugenommen.
Zur Begründung führt er an, die Hauptursache für diese Zunahme von Snowboardunfällen sei die wachsende Risikobereitschaft der Snowboarder.
Zugleich weist er allerdings daraufhin, dass diese Zunahme nur für die Altersgruppe von 16-24 Jahren besonders deutlich ausfalle.
Als Beweis dafür führt er (...) die jüngste Statistik des Zentralverbandes der Unfallversicherer (an).

Bei der strukturierten Textwiedergabe wird also stets beides verlangt: Beschreibung des Gedankenganges und Wiedergabe des Inhalts. Allerdings muss nicht jeder Inhalt der wiedergegeben wird auch beschrieben werden. Manchmal kann man sich auch mit der indirekten Wiedergabe, z. B. indirekter Rede,  begnügen, wenn die gedanklichen Strukturen klar sind.

     
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