Home
Nach oben
Zurück
Weiter
 

 

Das Gespenst der  richtigen Interpretation

Horst Steinmetz (1995)


"In der Nachfolge [...] entstand eine literaturwissenschaftliche Interpretationspraxis, die dem Gespenst der so genannten richtigen Interpretation verfallen war. Die richtige Interpretation war die, welche die eigentliche, die genuine, nur dem einzelnen und bestimmten Text eignende Bedeutung aufzuspüren und darzustellen vermochte. Regelmäßig wurde dabei das (häufig psychologisierende) Verstehen der geisteswissenschaftlichen Methode dem Erklären und Begründen naturwissenschaftlicher Auslegung gegenübergestellt, das notwendige, der individuellen Eigenart des zu deutenden Textes allein gerecht werdende intuitive Erfassen des Sinns hervorgehoben. Die reinste Verwirklichung der richtigen Interpretation sah man überdies dann erreicht, wenn die Bedeutung im Text und im Text allein, unter Verzicht also auf alle textexternen Faktoren, gewonnen werden konnte."

(aus: Horst Steinmetz 1995, S.476)

   
   Arbeitsanregung
  1. Welche Merkmale hat nach Steinmetz die werkimmanente Interpretation?

  2. Wie beurteilt er diese Interpretationsmethode?
     

      
  Merkmale ] Hermeneutischer Zirkel ] Aufbau ] Textauswahl ]  
  

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de