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Die Kunst der Interpretation

Emil Staiger (1951)


"Der individuelle Stil des Gedichts ist nicht die Form und nicht der Inhalt, nicht der Gedanke und nicht das Motiv. Sondern er ist dies alles in einem; denn eben darauf [...] beruht die Vollkommenheit eines Werks, dass alles einig ist im Stil.[...] Wenn dem Dichter sein Werk geglückt ist, trägt es keine Spuren seiner Entstehungsgeschichte mehr an sich. Dann ist es künstlerisch sinnlos, zu fragen, ob dies von jenem abhängig sei. Eines schwingt gelöst im andern, und alles ist ein freies Spiel. Sagen wir es ganz allgemein: Die Kategorie der Kausalität ist nichtig, wo makellose Schönheit als solche verstanden werden soll. Da gibt es nichts mehr zu begründen. Wirkung und Ursache fallen dahin "

(aus: Emil Staiger (1951) 1982, S.16 f.)

   
   Arbeitsanregung

Erläutern Sie Staigers Aussage "Wenn dem Dichter sein Werk geglückt ist, trägt es keine Spuren seiner Entstehungsgeschichte mehr an sich.
 

      
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