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Stellungnahme - Abschlussprüfung Deutsch in der Berufsschule, BaWü

Prüfungsaufgaben Baden-Württemberg


Die Stellungnahme gehört als schulische Schreibform in Baden-Württemberg zu den Standard-Aufgabentypen bei der (schriftlichen) Abschlussprüfung in der Berufsschule (Kaufmännische Berufe) im Fach Deutsch.

Der Aufgabentyp Stellungnahme kann entweder aus einer Frage (Entscheidungsfrage oder Ergänzungsfrage) bestehen oder aus einem kürzeren vorangestellten Text, der bestimmte Informationen zu einem (problematischen) Sachverhalt und einer Frage oder Schreibaufgabe bestehen, die sich darauf bezieht. Insofern kann man von einer einteiligen oder mehrteiligen Schreibaufgabe sprechen.

Besteht die Schreibaufgabe aus aus zwei Teilen, muss auch der vorangestellte Text erschlossen werden und seine Aussagen müssen bei der Stellungnahme berücksichtigt werden. Was der Text aussagt, ist also keineswegs nur Impulsgeber für das folgende erörternde Schreiben, sondern hat, je nach Text, Inhalt und Aussage, ein Eigengewicht, das berücksichtigt werden muss.

Nachfolgend haben wir die Prüfungsaufgaben für die kaufmännischen Berufe ab dem Sommer 2006 -  aufgelistet nach Berufsfeldern, Arbeitsanweisungen und Text, auf den sich die Aufgaben beziehen.

  Schreibaufgabe
Sommer
2006
Viele junge Menschen wollen nach Schule und Ausbildung ihr berufliches und privates Leben am liebsten in der vertrauten Umgebung ihres Heimatortes weiterführen. Andere jedoch zieht es von dort weg, sie möchten ihre Situation verändern und sich neu orientieren.
  • Welchen Standpunkt vertreten Sie?

(Industriekaufleute)

Winter
2006/07

Immer wieder wird gefordert, dass jungen Menschen bereits mit 17 Jahren in Begleitung eines Führerscheininhabers fahren dürfen. Die Führerschein-Ausbildung könnte dann mit sechzehneinhalb Jahren begonnen werden. Mit 17 Jahren gäbe es die Prüfbescheinigung und mit 18 den Führerschein.

  • Was halten Sie von diesen Vorschlägen?

(auch Industriekaufleute)

Sommer
2007

Die Berliner Hoover-Realschule hat zusammen mit Schülern und Eltern im März 2005 die folgende Regel in die Schul- und Hausordnung aufgenommen:

"Die Schulsprache unserer Schule ist Deutsch, die Amtssprache der Bundesrepublik Deutschland. Jeder Schüler ist verpflichtet, sich im Geltungsbereich der Schule nur in dieser Sprache zu verständigen."

  • Nehmen Sie Stellung zu der Frage, ob eine solche Regel auch an anderen Schulen eingeführt werden sollte. Begründen Sie Ihre Antwort ausführlich.

(alle, außer Industriekaufleute)

Deutsche Eltern wünschen sich höfliche Kinder: Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für das Bundesfamilienministerium hervor. Werden junge Eltern bis 44 Jahre gefragt, was Kinder lernen sollen, nehmen "Höflichkeit" und "gutes Benehmen" (89 Prozent) den Spitzenplatz auf der Werteskala ein (aus: Sonntag Aktuell, 19.03.2006, S.7)

  • Welche Werte und Fähigkeiten sollten nach Ihrer Meinung heute durch die Erziehung vermittelt werden, damit Kinder und Jugendliche gut auf das Leben in Beruf und Gesellschaft vorbereitet sind?

(Industriekaufleute)

Winter
2007/08

Auf der Homepage "handwerk-info.de" vom 5. Juli 2006 wird zum ehrenamtlichen Engagement folgende Meinung vertreten: "Ehrenamtliches Engagement führt junge Menschen an Verantwortung und Leistungsbereitschaft heran."
Allerdings sehen viele Menschen das ganz anders. Sie sind eher der Ansicht des Dichters Wilhelm Busch: "Willst du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben. Willst du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab."

  • Nehmen Sie Stellung zu der Frage: Sollten junge Menschen sich in unserer Gesellschaft ehrenamtlich engagieren?

Sommer
2008

Halten Sie ein Verbot von Computerspielen wie "Counterstrike" für eine sinnvolle Lösung, um der zunehmenden Gewaltbereitschaft von Jugendlichen entgegenzuwirken?

  • Nehmen Sie Stellung.

Winter
2008/09
Die Europäische Union wirbt seit einigen Jahren mit der Möglichkeit, nach abgeschlossener Berufsausbildung anstatt im Heimatland in einem der anderen Mitgliedsstaaten der EU zu arbeiten.
  • Wie stehen Sie zu diesem Angebot? Begründen Sie Ihren Standpunkt.
Sommer
2009

Deutschland ist eines der wenigen Länder auf der Welt, in denen kein generelles Tempolimit auf Autobahnen gilt. Immer mehr Umweltorganisationen und einige Politiker fordern auch angesichts des Klimawandels ein Tempolimit (z. B. 130 km/h).

  • Wie beurteilen Sie ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?
    Begründen Sie Ihre Meinung.

Winter
2009/10

In deutschen Schulen sollte generell wieder mehr Wert auf diszipliniertes Verhalten und gegenseitige Rücksichtnahme gelegt werden, um die Erziehung der Jugendlichen sowie die Unterrichtsqualität zu verbessern.

  • Nehmen Sie Stellung zu dieser Aussage.

Sommer
2010

Immer wieder wird beklagt, dass Kinder und Jugendliche zu dick seien und sich zu wenig bewegten. Um Bewegungsanreize zu schaffen, bieten Schulen (u. a. in Finnland und den USA) Fitnessräume und andere Sportmöglichkeiten an.

  • Sollte es auch an Ihrer Schule solche Angebote geben? Begründen Sie Ihre Meinung.

Winter
2010/11
Am 15. September 2009 war in der Pressemitteilung des sozialen Netzwerkes "Facebook" zu lesen:
  • Weltweit gibt es mehr als 300 Millionen aktive Nutzer von "Facebook".

  • 50% der aktiven Nutzer loggen sich täglich bei "Facebook" ein.

  • Weltweit werden mehr als 800 Milliarden Minuten in "Facebook" verbracht.

  • Die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe von "Facebook" ist die mit 35 Jahren und älter.

Was halten Sie von sogenannten "Internet-Communities" wie "Facebook", "SchülerVZ" und "StudiVZ"?

Sommer
2011
 
Winter
2011/12
Nach dem Amoklauf in Winnenden im März 2009 wurde von verschiedenen Seiten ein Verbot von Schusswaffen in Privatwohnungen gefordert.
  • Wie beurteilen Sie dies Forderung?

  • Begründen Sie Ihre Meinung.

Sommer
2012
Multimediales Handy, iPod, iPad, E Book, Navi, Laptop. Immer mehr Menschen wollen auf dem neuesten Stand der aktuellen Kommunikationstechnik sein. Viele Menschen sehen dies heute als absolute Notwendigkeit an.
  • Wie beurteilen Sie diesen Trend? Teilen Sie Ihre Meinung mit und begründen Sie diese.
Winter
2012/13
In sogenannten Castingshows wie "Deutschland sucht den Superstar" oder "Germanys next Topmodel" werden neue Stars gesucht und gekürt.
  • Wie beurteilen Sie diese Art der "Talentsuche" im Fernsehen?

  • Begründen Sie Ihre Meinung.

Sommer
2013

Nehmen Sie Stellung zu folgender Frage:
Halten Sie Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen zur Eindämmung von Vandalismus und Gewalttaten für gerechtfertigt?

Winter
2013/14
Deutschland ist zu einem Schlaraffenland für Schnäppchenjäger geworden: Ein Friseurbesuch für elf EUR, das T-Shirt für zwei EUR, die Brezel für 29 Cent. Kaum jemand kann sich diesen Billigangeboten völlig entziehen, unabhängig vom Einkommen.
  • Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?
    Nehmen Sie dazu Stellung und berücksichtigen Sie dabei auch die dadurch entstehenden Probleme.
Sommer 2014 Kaum einer geht zum Shoppen noch vor die Tür. Es gibt kaum etwas, was nicht im Online-Handel erhältlich ist, er boomt wie nie zuvor. Aber nicht nur digitale Güter wie Flug- und Bahntickets, Reisen und Eintrittskarten werden auf diesem Weg erworben, am meisten bestellt werden Kleidung, Bücher, Computer und Elektronik aller Art.
  • Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?
    Nehmen Sie Stellung.
Winter 2014/15 In fast allen Mitgliedsstaaten der EU lässt sich die Entwicklung beobachten, dass junge Leute immer länger unter dem elterlichen Dach logieren. Während vor 30 Jahren die meisten Töchter und Söhne nach der Schule ausgezogen sind, wohnen heute zwei Drittel der deutschen 18- bis 24-Jährigen noch im Hotel "Mama".
  • Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?
    Nehmen Sie Stellung.
Sommer 2015  
Winter 2015/16 Immer mehr Frauen heutzutage lassen sich mit dem Kinderkriegen Zeit, da sie z.B. ihre berufliche Karriere nicht unterbrechen möchten oder den richtigen Partner noch nicht gefunden haben. Deshalb greifen sie zunehmen auf die Methode des sogenannten "Social Freezings" zurück. Hierbei werden die Eizellen eingefroren, die es den Frauen ermöglichen, auch im höheren Alter noch gesunde Kinder zu bekommen. "Social Freezing" wird auch von Unternehmen wie Facebook und Apple unterstützt, welche ihren Mitarbeiterinnen die Kosten für das Einfrieren von Eizellen bezahlen.
  • Wie beurteilen Sie diesen Trend?

  • Begründen Sie Ihre Meinung.

            
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