Bei der ▪
Stellungnahme
als ▪ schulische Schreibform
soll man zu einem strittigen Problem oder einem Sachverhalt
seinen Standpunkt darstellen.
Bei einer Stellungnahme muss also schriftlich ▪
argumentiert werden.
Eine Stellungnahme ist also nicht einfach nur eine Behauptung oder,
wie man auch sagen könnte, ein
persönliches Statement, dessen
Plausibilität, wie es bei ▪
Alltagsargumentationen immer wieder vorkommt, einfach
vorausgesetzt wird.
Der Standpunkt, den man in Bezug auf den Gegenstand der
Stellungnahme einnimmt, muss also in jedem Fall
begründet, entfaltet und überzeugend dargelegt werden. Schließlich soll
ja mit Thesen und Argumenten, um es vereinfacht auszudrücken,
herauszufinden sein, was nach Ansicht des Schreibers stimmt. Dies
muss sich im Aufbau der Argumentation niederschlagen.
Wer eine Stellungnahme verfassen will, mit der man seine Position
zu einem Thema begründen möchte, muss zunächst einmal zwei
Gliederungsaspekte auseinander halten.
-
Die ▪
äußere Struktur mit ihrer
Dreigliedrigkeit in Einleitung, Hauptteil und Schluss.
-
Die ▪
Binnenstruktur, also die
Anordnung der Thesen und Argumente.
Im Übrigen ist man
beim Aufbau der Stellungnahme frei, d. h. man muss nicht, wie z. B.
bei der freien Problem- und Sacherörterung einer im Idealfall auf
Ober- und Unterbegriffen ruhenden inhaltlichen Gliederung folgen, sondern
darf seine Argumente einfach nacheinander ausführen. Man nennt dies
auch ein ▪
linear-entwickelndes Textordnungsmuster, bei dem, trotz des
Anspruchs auf eine ▪
rational
nachvollziehbare Argumentation auch im Vordergrund stehen darf,
wie der Schreiber oder die Schreiberin das Problem subjektiv erlebt.
Rational mit
gleichzeitigem Ausdruck von Gefühlen zu argumentieren ist
heutzutage, angesichts weit verbreiteter, auf Vorurteile, Stimmungen
und Emotionen zielender populistischer Argumentationen in allen
Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens wichtiger
denn je.
Dabei kann man sich
an ▪ 10
Grundprinzipien vernünftigen Argumentierens orientieren:
