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Stellungnahme

Didaktische und methodische Aspekte


Die schriftliche Stellungnahme stellt eine (schulische) Schreibform dar, die ganz allgemein zum argumentativen Schreiben gehört. Ob man sie auch zum erörternden Schreiben zählen will, hängt von den Grenzen ab, die der Begriff des Erörterns ziehen soll. So lässt sich der Unterschied zur Erörterung daran festmachen, dass die Stellungnahme "noch kein mehrperspektivisches Erörtern verlangt" (Fritzsche 1994, S.124, Hervorh. d. Verf.). Dabei entsprecht diese Art der Argumentation den Fähigkeiten, die Jugendliche nach  »Lawrence Kohlbergs (1927-87) »Entwicklungsmodell des Moralbewusstseins in der konventionellen, konkret-operationalen Phase ihrer kognitiven Entwicklung im Allgemeinen besitzen (vgl. ebd.). In dieser Phase, in der sich die Heranwachsenden vor dem Urteil der anderen fürchten (Braves-Kind-Orientierung) und sich an Gesetze und soziale Regeln aus dem einfachen Grund halten, weil es sich um Gesetze und Regeln handelt (Autoritäts-Orientierung) (vgl. Myers 2005, S.174), könnten sie sich zwar schon in fremde Perspektiven versetzen und von anderen Positionen  aus als der eigenen argumentieren, täten sich aber insbesondere schriftlich noch schwer damit. In dieser Phase der kognitiven Entwicklung habe die Stellungnahme als besondere Schreibform daher ihren eigentlichen Platz, bei der Jugendliche sich beim Argumentieren entwicklungsgemäß am liebsten auf Autoritäten, Gesetze und Normen in der Auseinandersetzung mit Sachverhalten beriefen. (vgl. Fritzsche 1994, S.124)
Dementsprechend werden Aufgaben zur schriftlichen Stellungnahme im Allgemeinen ab der 7. Klasse gestellt und bilden damit meist auch den Einstieg in das schriftliche Erörtern, das in d en nachfolgenden Klassen- bzw. Jahrgangsstufen inhaltlich und strukturell immer anspruchsvoller gestaltet wird. Allerdings haben natürlich auch schon Kohlberg, insbesondere aber auch seine Kritiker, erkannt, dass eine nicht geringe Anzahl von Menschen nicht über diese Phase der kognitiven Entwicklung hinausgelangt. Insofern macht es natürlich auch nicht viel Sinn, die Stellungnahme als Schreibform auf ein bestimmtes Lebens- bzw. Schulalter festlegen zu wollen, zumal unter schreibdidaktischer Perspektive betrachtet, das Schreibalter oftmals entscheidender ist als das Lebensalter.

Dem hat auch die schulische Praxis längst Rechnung getragen. So finden sich entsprechende Schreibaufgaben, die in der Abgabe einer begründeten Stellungnahme zu einem problematischen Sachverhalt ohne Textgrundlage oder mit Textgrundlage, mit oder ohne Vorgabe eines bestimmten Textmusters münden, mittlerweile in etlichen Prüfungsaufgaben unterschiedlicher Schularten und damit auch auf ganz verschiedenen Alterstufen.
Die Schreibaufgabe, die freilich damit verbunden ist, ist keineswegs so klar, wie es manchmal den Anschein hat. So kommt es oft auch einfach vor, dass der Begriff synonym zum Begriff der Erörterung verwendet wird. In diesem Fall wird auch bei der Stellungnahme der traditionelle " "Formalismus" gepflegt und die "Schematisierung des erörternden Schreibens" (Matthießen 2003, S.134) weiter durch "das Abarbeiten eines bestimmten Gliederungsmusters" (Fix 2008, S.105) kultiviert. Die Gründe für einen solchen "Etikettenschwindel" sind wohl auch darin zu sehen, dass es für die Aufsatz- bzw. schulische Schreibform Stellungnahme eben keine eigene didaktisch-methodische Tradition gibt, wie dies bei der Erörterung der Fall ist. (vgl. Fritzsche 1994, S.114) So gewinnt man mitunter den Eindruck, dass es mangels verbindlicher Konventionen ins Belieben der Lehrperson oder des jeweiligen Schulbuchautors gestellt ist, was er unter der Schreibform Stellungnahme versteht.

  • So ist es für die einen eine Schreibform, die stets die subjektive Sicht auf Probleme, Dinge und Sachverhalte in Form einer persönlichen Stellungnahme mit persönlichen Sach- und Werturteilen zum Ausdruck bringen soll.

  • Andere sehen darin eine Form des erörternden Schreibens, die keine dialektische Betrachtung eines Problems mit Pro- und Contra-Argumenten vorsieht, sondern nur aus der Perspektive des einen oder des anderen geschrieben sein sollte.

  • Wiederum andere sehen in der Stellungnahme eine Schreibform, die sich schematischer Gliederungsmuster entledigen kann, welche der Erörterungsaufsatz z. B. mit seinen Aufbauprinzipien kennzeichnen.

  • Und schließlich kommt es vor, dass die Stellungnahme einfach als eine unmittelbar in medias res gehende einfache Argumentation angesehen wird, deren entscheidendes Merkmal nicht übergeordnete Textmuster, sondern die argumentative Themenentfaltung die Herstellung eines kohärenten, argumentativen Textes in den Vordergrund stellt.

Und zu allem: Oft ist das Konzept Stellungnahme von allen diesen und noch weiteren Aspekten durchdrungen. Entscheidend allerdings ist auch hier gewiss die Praxis und doch sollten die Kompetenzen, die zur Abfassung einer Stellungnahme befähigen, andere sein oder zumindest eine andere Gewichtung erfahren als bei den übrigen Formen des erörternden Schreibens. Allerdings gelingt auch dies nur, wenn berücksichtigt wird, dass die Stellungnahme als Schreibform vom Alter und der Entwicklung her betrachtet, sich für einen Schüler der 7. Klasse im Alter von etwa 13 Jahren anders gestalten muss als für einen Berufsschüler mit zwischen 16 und 20 Jahren. Die Rückbindung der dafür erforderlichen Kompetenzen an kognitive Entwicklungsmodelle führen hier nur bedingt weiter.

Der Operator: Nehmen Sie (kritisch) Stellung ...

Als →Operator des →Anforderungsbereichs III im Abitur zielt das "Stellungnehmen" bzw. "kritische Stellungnehmen" vor allem  auf Reflexions- und Problemlösungsaufgaben. Er bedeutet:

  • zu einzelnen Meinungen, Textaussagen, Problemstellungen eine auf der Grundlage fachlicher Kenntnisse und Einsichten beruhende, wertende Einschätzung abgeben, die nach kritischer Prüfung und sorgfältiger Abwägung der zu beachtenden Gesichtspunkte erfolgt.

Der Operator kann im Zusammenhang mit unterschiedlichen Schreibaufgaben verwendet werden und kann sich, grundsätzlich betrachtet, auf auf einen Text oder auch auf einen allgemein als problematisch angesehenen Sachverhalt beziehen. In der Regel wird er im Abitur dem erörternden Erschließen in seinen verschiedenen Varianten zugeordnet. Die kognitiven Leistungen. die diesem Schreibauftrag zugrunde liegen, der schließlich auch einen Abiturstandard festschreibt, können so natürlich nicht auf das Abfassen von Stellungnahmen in anderen Schularten und Jahrgangsstufen übertragen werden. Und doch ist die Orientierung an Reflexions- und Problemlösungsaufgaben auch für das Verfassen einer begründeten Stellungnahme konstitutiv.

Einfaches Argumentieren als Kern der begründeten Stellungnahme

Die Handreichung "Neues Schreiben" des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung in München definiert die Schreibform für die 7. und 8. Klasse wie folgt:

"Die begründete Stellungnahme ist eine persönlich geprägte Argumentationsform und dient entweder der Meinungsäußerung oder der Klärung eines Sachverhalts. Sie ist in kommunikative Situationen eingebettet. Je nach Schreibanlass erscheint sie als Leserbrief bzw. Brief an eine bestimmte Person oder Institution, als Bitte, Vorschlag, Beschwerde, Kommentar, Richtigstellung usw. und ist entsprechend der jeweiligen Textart zu gestalten. In vielen Fällen ist die Stellungnahme eine Reaktion auf eine Meinungsäußerung oder einen vorgefundenen Sachverhalt und wird deshalb in der Einleitung auf den Anlasse Bezug nehmen, in dem sie zentrale Gedanken oder wörtliche Zitate aus dem Bezugstext verwendet und sie zum Ausgangspunkt einer dann folgenden Argumentation macht. (...) Das Ziel des Verfasser ist es, einen Standpunkt zu vertreten, die eigene Meinung dabei einsichtig zu machen und damit die Ansichten bzw. Handlungen anderer zu beeinflussen." (ISB (Hg.) 2010, Bd. 1, S.149).

Der didaktische Akzent liegt dabei auf dem Erlernen einfacher Argumentationsstrukturen (einfache Argumentation, erweiterte Argumentation) und logischer Schlussverfahren (→Argumentationsmodelle). Dabei geht es um die Einnahme eines begründeten Standpunktes zu Fragen, die möglichst dem unmittelbaren Bezugsfeld der Schreibenden, ihren realen und medialen Lebenswelten zugeordnet werden können.
In Kommunikationssituationen, die der Realität sehr nahe kommen, sollen Schülerinnen und Schüler sollen zeigen, dass sie der Kommunikationssituation angepasst und an dem jeweiligen Schreibziel orientiert, sachliche von unsachlichen Argumenten unterscheiden können, ohne dass dabei die persönlich gefärbte Sicht auf die Dinge grundsätzlich aufgegeben werden muss. Sie werden sich dabei der Partnerorientierung bzw. dem Partnerbezug auch beim schriftlichen Argumentieren bewusst und lernen so den Unterschied zwischen →partnerschaftlichem und →nicht-partnerschaftlichen Argumentieren kennen.

Die Schreibrolle, welche die Schreiberinnen und Schreiber während des Schreibprozesses einer Stellungnahme einnehmen sollten, ist nicht am Ideal eines distanziert, nur nüchtern abwägenden Schreibers orientiert, der seine Sach- und Werturteile auf sein Fach- und moralisches Wissen stützt und in selbstreflexiver Weise einbringt. Auch wenn "in einer bestimmten Kommunikationssituation (z. B. Leserbrief) auch mögliche Einwände (= Gegenargumente) durch stichhaltigere Argumente entkräftet werden, (...) handelt es sich bei der begründeten Stellungnahme noch nicht um das sachliche Abwägen von Gründen und Gegengründen." (ebd.)
Dieser Verzicht auf das schon eingangs erwähnte mehrperspektivisch angelegte Erörtern ist sogar mehr noch als die subjektive Akzentuierung Kennzeichen der Stellungnahme, zumal die Autoritätsfixierung dieser kognitiven Entwicklungsphase oft den Zugang zu einer mehr der Selbstklärung verpflichteten Schreibrolle erschweren kann. Und doch kann gerade die situative und kommunikative Einbettung und die dafür nötige Rollenübernahme durch den tatsächlichen Schreiber auch helfen, die Autoritätsfixierung zu überwinden. Insofern ist es wirklich notwendig, Schreibanlässe zu finden, die motivierend sind und in einem argumentativen Kontext zu einer Problemlösung beitragen können, so wie es auch die oben stehenden Ausführungen des ISB mit ihrem Hinweis auf bestimmte Textarten zw. Sprechhandlungen wie z. B. reklamieren, bitten, vorschlagen usw, verdeutlichen.

In jedem Fall muss die Schreibaufgabe deutlich machen, dass eine eigenständige, begründete Stellungnahme erwartet wird und kein traditioneller Erörterungsaufsatz. Solange freilich nicht wirklich festgelegt ist, wie eine Stellungnahme als Textmuster auszusehen hat, reicht es eben nicht nur eine Stellungnahme einzufordern. Sieht man den Vorteil der Stellungnahme darin, dass "Formvorgaben gegenüber Anweisungen zur Modalität zurücktreten" (ISB (Hg.) 2010, Bd. 1, S.144), dann ließe sich im Anschluss an Feilke (1990,S.53-56) die folgende allgemeine Formulierung der Schreibaufgabe Stellungnahme formulieren, die vor allem auf den Prozess des Begründens von Standpunkten abhebt, ohne die Stellungnahme an bestimmte Textmuster jenseits argumentativer Strukturen zu binden (vgl. ISB (Hg.) 2010, Bd. 1, S.144):

Schreiben Sie zu dem Problem einen abgeschlossenen und aus sich heraus verständlichen Text, in dem Sie zu dem Problem/Sachverhalt mit verschiedenen Argumenten kritisch Stellung beziehen.

Diese allgemeine Formulierung der Schreibaufgabe legt den Akzent eindeutig auf das Schreiben eines kohärenten argumentativen Textes und bleibt offen für unterschiedliche Problemlösungen, die sowohl die Einnahme einer weitgehend subjektiven Sicht ebenso zulässt wie eine etwas distanziertere Herangehensweise.

Soll ein weiterer Akzent auf die subjektive Betrachtung des Problems im Sinne einer persönlichen Stellungnahme gelegt werden, tut man gut daran, dies auch entsprechend in der Schreibaufgabe explizit auszudrücken. Sie könnte dann, darum erweitert, bei der obigen allgemeinen Formulierung lauten:

Schreiben Sie zu dem Problem einen abgeschlossenen und aus sich heraus verständlichen Text, in dem Sie zu dem Problem/Sachverhalt mit verschiedenen Argumenten kritisch Stellung beziehen. Stellen Sie dem Leser dabei Ihre ganz persönliche Sicht der Dinge dar.

Ansonsten bleibt der Weg der situativen Einbettung in eine bestimmte Kommunikationssituation gewiss der "Königsweg", mit der die besondere Qualität der begründeten Stellungnahme sichtbar gemacht und in eine problemlösende Schreibpraxis überführt werden kann. Ein paar Aufgabenbeispiele sollen dies verdeutlichen:

  • In deiner Heimatstadt sind viele Jugendliche vom Freizeitangebot für junge Leute enttäuscht. Verfasse als Redakteur der regionalen Tageszeitung einen Artikel, in dem du zu den Klagen der Jugendlichen Stellung nimmst.

  • In der Schule ist dir von einem Lehrer dein Handy abgenommen worden, weil die Schule ein absolutes Handyverbot ausgesprochen hat. Beschwere dich mit deinen Argumenten in einem Brief an die Schulleitung darüber.

  • Versetze dich einmal in die Rolle einer Mutter, deren Tochter Opfer von Cyberrmobbing geworden ist. In einem persönlichen Brief an die mit Ihnen als Mutter befreundete Elternsprecherin machen Sie Vorschläge, wie die Schule in einem solchen Fall vorgehen soll.

  • In der Zeitung werden die Jugendlichen, die in deiner Straße wohnen, irgendwie verdächtigt, für das schon mehrfach beobachtete Ausleeren gefüllter Mülltonnen verantwortlich zu sein. Nehmen Sie dazu Stellung.

  • Im Fahrradkeller ihrer Schule ist ihr Fahrrad schon zum wiederholten Mal von irgendjemandem mutwillig beschädigt worden. Tragen Sie der Schulleitung die näheren Umstände in einem persönlichen Brief vor und bitten Sie sie, Ihre Ideen zur Verhinderung solcher Vorkommnisse ernsthaft zu prüfen.

Die Stellungnahme im Kontext anderer Schreibaufgaben

Eine begründete Stellungnahme abzugeben, ist häufig auch eine Teilaufgabe im Rahmen einer umfassenderen Schreibaufgabe, meistens im Zusammenhang mit Aufgaben zur Textzusammenfassung bzw. Textwiedergabe. So ist es nicht unüblich, um die Anforderungen an die Schreibaufgabe zu erhöhen, bei einzelnen Formen der Textwiedergabe (z. B. Inhaltsangabe und strukturierte Textwiedergabe) über die Textzusammenfassung hinaus, eine begründete Stellungnahme zu bestimmten inhaltlichen oder anderen Aspekten eines Textes zu verlangen. Als Erweiterungs- bzw. Zusatzaufgabe  (erweiterte Inhaltsangabe) zur Textwiedergabe sollte die begründete Stellungnahme aber der Textzusammenfassung untergeordnet bleiben. Dabei muss sich die begründete Stellungnahme, die im Anschluss an die Textzusammenfassung, abgegeben werden soll, keineswegs nur auf pragmatische Texte beziehen. Genau so gut kann sich eine Stellungnahme auf einen literarischen Text beziehen, wenn der Schreiber/die Schreiberin im Anschluss an die Inhaltsangabe aufgefordert wird, z. B. zum Verhalten einer bestimmten literarischen Figur Stellung zu nehmen. Ein bewusst ganz allgemein gehaltenes Beispiel soll dies verdeutlichen:

Fassen Sie den Inhalt der Kurzgeschichte in einer Inhaltsangabe zusammen.
Wie finden Sie es persönlich, dass die Figur sich in dieser Situation so verhält?

Beim kommentierenden Leserbrief und der →Texterörterung ist die kritische Stellungnahme dagegen grundlegende Schreibhaltung und eine dominierende argumentative Themenentfaltung konstitutiv. Während sich ein kommentierender Leserbrief nicht in jedem Fall auf einen Text beziehen muss, ist die Texterörterung stets das Ergebnis einer kritischen Auseinandersetzung mit einer, in der Regel (etwas) längeren Textvorlage. An ihren Aufbau und an ihre inhaltliche und sprachliche Gestaltung sind bestimmte Anforderungen gestellt, die sie als schulische Schreibform von anderen deutlich abhebt.

Bei der schriftlichen Stellungnahme als eigenständige schulische Schreibform wird im Allgemeinen eine →kritische Stellungnahme zu einem Geschehen, Sachverhalt, einem Problem oder einer Meinungsäußerung erwartet. Dabei weist die Themenstellung Ähnlichkeiten mit →Impuls- oder →Zitat-Themen auf, wie sie bei der Problemerörterung vorkommen. Die Länge dieses "Impuls-Textes" kann dabei natürlich unterschiedlich ausfallen, sollte aber keine intensive Erschließung oder Wiedergabe eines Sachtextes (pragmatischen Textes) erfordern, wie dies bei Texterörterung oder →Textanalyse geboten ist. Wenig hilfreich sind Aufgabenstellungen wie die folgenden, die wohl besser als Problemerörterungen zu bewältigen.

  • Stellungnahme:
    Es gibt kaum ein Thema, das die Menschen so erregt wie die Frage, ob es nicht vernünftig wäre, von einem bestimmten Alter an den Führerschein zurückzugeben. Die Befürworter einer Altersgrenze für Autofahrer verlangen Gesundheitstests, die Gegner weisen darauf hin, dass Ältere viel weniger Unfälle verursachen als jüngere Menschen.
    Was meinen Sie zu den Argumenten der Befürworter und Gegner? Wie stehen Sie im Allgemeinen zu einer Altersgrenze für Autofahrer?

  • Immer wieder wird gefordert, dass junge Menschen bereits mit 17 Jahren in Begleitung eines Führerscheininhabers fahren dürfen. Die Führerschein-Ausbildung könnte dann mit sechzehneinhalb Jahren begonnen werden. Mit 17 Jahren gäbe es die Prüfbescheinigung und mit 18 den Führerschein.
    Verfassen Sie eine Stellungnahme, aus der hervorgeht, was sie von diesen Vorschlägen halten.

Die beiden Beispiele zeigen, wie nah sich Erörterung und Stellungnahme kommen können. Wie im ersten Fall sichtbar, lässt sich die Stellungnahme so von der Erörterung nicht mehr abgrenzen, es sei denn, die Schülerinnen und Schüler wurden im unterrichtlichen Vorfeld auf ein bestimmtes Textmuster mit klaren Anforderungen orientiert. So jedenfalls gelingt keine eine vernünftige Grenzziehung, Dies liegt vor allem daran, dass die Schreibaufgabe jeder Einbettung in eine kommunikative Situation entbehrt. Daran kann auch die Einforderung des "Textmusters" bzw. der "Sprech-Schreibhandlung"  Stellung nehmen nichts ändern.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 23.01.2017

    

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