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Rollenbiografien erarbeiten und gestalten

Merkmale der Schreibform

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 • Selbstdarstellung im Rahmen nonverbaler Kommunikation

Was man unter dem Schreibprodukt • Rollenbiografie im • Literaturunterricht versteht, kann sehr unterschiedlich sein. Dementsprechend fallen auch die Anforderungen für die Schreibform, die dabei eine Rolle spielen, verschieden aus. Es gibt also kein allgemein verbindliches Textmuster für diese Schreibform.

Wer eine Rollenbiografie in einem selbständig organisierten, ▪ produktorientiertenSchreibprozess erarbeiten und  will, muss dabei folgende Grundfragen beantworten:

Dass es kein allgemein verbindliches Textmuster gibt, macht es natürlich auch schwierig, allgemeine Merkmale der Rollenbiografie so darzustellen, dass sie für alle Varianten, Kompetenzniveaus und Jahrgangsstufen gleichermaßen hilfreich sein können.

Eine Rollenbiografie, die Schüler*innen der Sekundarstufe I über »Pippi Langstrumpf verfassen, sieht naturgemäß anders aus als eine • Rollenbiografie der Eve Rull  in ▪ Heinrich von Kleists (1777-1811)Komödie "Der zerbrochne Krug", die von Schüler*innen der Sekundarstufe II zu erarbeiten und zu gestalten ist.

Wie sich eine Figur selbst sieht und erlebt

Wer die Besonderheit(en) der Schreibform auf die Frage zuspitzt: Wie würde sich die Figur einer anderen Person bzw. einer fremden Person vorstellen? liegt zwar nicht prinzipiell falsch, erfasst damit aber die Besonderheiten der Schreibrolle und die Funktion des Schreibens nur unzureichend. Denn in eine solche Kommunikationssituation eingebettet ist die Rollenbiografie ja gerade nicht. Wäre sie es, dann müsste sie über die situationsbezogene Selbstdarstellung hinaus auch adressatenbezogen gestaltet werden.

Es geht auch nicht darum, sich einem Fremden "von seiner Schokoladenseite aus" vorzustellen, sondern sich selbst mit allen Facetten der eigenen Persönlichkeit monologisch auszudrücken. Soll ein bestimmter Adressatenbezug beim Schreiben berücksichtigt werden, muss er als Vorgabe der • Schreibaufgabe klar benannt werden.

Funktion

Bei der Rollenbiografie sollen die in einem ▪ dramatischen Text enthaltenen • Aussagen über eine Figur erfasst (• auktoriale und • figurale Techniken zur Figurencharakterisierung) und aus der Innensicht der Figur (Ich-Form) gestaltend erschlossen werden. Dabei soll der Text und seine Gestaltung einer tieferen • Einfühlung in die Figur Ausdruck geben und kann auch Inhalte umfassen, die zum historisch-sozialen Kontext gehören, soweit sie das Selbstbild, das die Figur von sich entwirft, erklären können. Zugleich soll bei der • Selbstdarstellung der Figur auch die • historisch-soziale Bedingtheit der Komponenten ihres • Selbstkonzeptes deutlich werden.

Aufbau

Die Rollenbiografie folgt keinem bestimmten Aufbauschema, da sie ihre Inhalte als Ausdruck des expressiven Schreibens, das auch die Gefühle der Figur umfassen soll, in der Regel assoziativ verknüpft.

Standort des Ich-Erzählers

Position, von der aus die Figur ihre Selbstdarstellung erzählt, liegt im Allgemeinen außerhalb der dramatischen Handlung. Von dieser Position aus überblickt die Figur die gesamte Handlung und kann sie in ihrer Erzählung berücksichtigen. In manchen Fällen kann aber auch der Standort der Figur innerhalb des dramatischen Geschehens vorgegeben werden (Übergang der Rollenbiografie zum dramatischen Monolog in Form eines Reflexionsmonologs).

Textbezug

textnah, aber auch offen für die Einbeziehung anderer Informationen aus dem Kontext, soweit sie das im Text enthaltene Selbstbild und die Selbstdarstellung der Figur erklären.

Sprachlich-stilistische Form
  • überwiegend Präsens, durch Einbeziehung der Vorgeschichte oft Rückblicke im Perfekt bzw. Präteritum.

  • sprachlich eigenständig; wenn einzelne • Zitate verwendet werden, müssen sie in den Textfluss eingebettet werden

Schreibziele
  • Identifikation mit der Figur und Darstellung sowie Bewertung biografischer Fakten aus der subjektiven Sicht der Figur

  • Ausfüllen von "Leerstellen" im Text wie z. B. unausgesprochenen Gefühlen, Gedanken, Wünschen etc.

  • Selbstbild der Figur als historisch-soziales Konstrukt erkennbar

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 17.02.2026

  
 

 
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