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FAQ: Problemerörterung

Beispiele - auf Teufel komm raus?


Das kann einen schon zur Verzweiflung bringen! Man hat sich endlich zur Niederschrift der Problemerörterung vorgearbeitet, Arbeitschritt für Arbeitsschritt durchgeführt, seine Zeit vernünftig eingeteilt - und dann das große Stocken beim Schreiben: "Verdammt, ich finde einfach kein passendes Beispiel!"

Wie hatte die Deutschlehrerin noch so deutlich gemahnt: "Denkt mir bloß an die Beispiele, wenn ihr euren Aufsatz niederschreibt!" - Denkste!!

Beispiele sind wichtig, so viel steht fest. Aber:
Ob eine Argumentation überzeugen kann, hängt nicht allein von Beispielen ab. Es ist einfach so: Manchmal hat man einfach kein passendes Beispiel parat, basta. Das weiß jeder, der einmal in eine Diskussion geraten ist. Das ist zwar dann nicht besonders toll, aber auch nicht unbedingt ein Beinbruch. Aber manchmal ist es einfach auch besser auf ein Beispiel zu verzichten, als es an den Haaren herbeizuziehen. Denn damit fällt man meistens erst recht auf die Nase.

Wohlgemerkt, Beispiele sind wichtig und du solltest dir schon klar darüber sein, welchen Stellenwert sie im Rahmen einer Argumentation besitzen. Da hilft dir weiter, wenn du dir einmal klarmachst, wie eine (erweiterte) Argumentation aufgebaut sein kann. (» Beispiele bei der Problemerörterung Erweiterte Argumentation)

Gut zu wissen auch, dass Beispiele nicht an jeder Stelle gleichermaßen wichtig sind. Auch wenn es bei der Aufsatzkorrektur durch Deutschlehrer häufig geradezu zum guten Ton gehört, den Rand mit den Korrekturzeichen »Bsp«, »Bsp?« oder einfach mit der Bemerkung »Beispiel« voll zu schreiben, sollte man es nicht übertreiben: Also, keine Beispiele auf Teufel kommt 'raus!

Wann Beispiele und wie viele? 

Klare und eindeutige Regelungen kann es dafür nicht geben. Aber so viel lässt sich wohl sagen:

  • Möglichst exemplarische Beispiele finden.

  • Nicht für einen einzelnen Punkt, der ohnehin einleuchtet, eine ausufernde Sammlung von Beispielen verfassen. Weniger ist in diesem Fall mehr. 

  • Je strittiger ein Sachverhalt ist, desto wichtiger ist die Stützung des Arguments durch ein oder mehrere treffende Beispiele.

  • Finger weg von Leerformeln, die nicht ausgeführt werden, z.B. "Dafür gibt es unzählige Beispiele." oder "Aus den vielen möglichen Beispielen möchte ich nur eines erwähnen." u.ä.m.

  • Beispiele können auch einmal an den Beginn eines neuen Gliederungspunktes gesetzt werden, wenn damit nicht die Klarheit der Gedankenführung verloren geht. Das schafft eine sprachlich stilistische Abwechslung.

  • Wer bei der Niederschrift Schwierigkeiten beim Finden und Einbauen von Beispielen hat, sollte sich schon bei der Stoffsammlung und Arbeitsgliederung mit ihnen befassen.

Treffende und exemplarische Beispiele!

                      
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