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Schluss

Inhaltliche Gestaltung


Der Schluss der Problemerörterung lässt sich inhaltlich auf verschiedene Art und Weise gestalten. Welcher Schlussgedanke bei der Niederschrift gestaltet wird, schon bei der Erstellung der Arbeitsgliederung feststehen.

Grundsätzlich hängt der Inhalt des Schlusses natürlich davon ab, was zuvor in Einleitung und Hauptteil der Problemerörterung ausgeführt worden ist. Allerdings sollte man beachten, dass

  • bloße inhaltliche Wiederholungen aus dem Hauptteil meist wenig taugen und

  • die Behandlung neuer Gesichtspunkte, die eigentlich zum Hauptteil gehören, nicht zur Schlussgestaltung herangezogen werden sollten.

Manchmal ist eine knapp gehaltene, pointierte Schlussbemerkung auch durchaus sinnvoller als ein künstlich aufgeblähter Schlussgedanke.

Wann eignet sich welche inhaltliche Gestaltung?

Auch wenn man für die inhaltliche Gestaltung des Schlusses verschiedene Formen wählen kann, eignet sich nicht jede dieser Formen immer. Daher sollen die verschiedenen Formen hier noch einmal etwas genauer beleuchtet werden. 

Inhalte und Probleme

Wichtige Ergebnisse zusammenfassen
  • Besonders brauchbar, wenn die Problemerörterung sehr lang geworden ist und eine Auswahl der wichtigen Ergebnisse das Urteil über das Problem sichtbar machen soll.

  • Problem: bloße Wiederholung von Gesagtem

Wichtige Ergebnisse im Zusammenhang gewichten
Einleitung wieder aufgreifen
  • Wenn z.B. die Einleitung auf statistischem Zahlenmaterial oder auf Informationen aus Presse, Rundfunk und Fernsehen beruht, kann man am Ende noch einmal darauf Bezug nehmen und diese Informationen im Lichte der eigenen Ergebnisse betrachten.
Mögliche Grenzen der Aussagen verdeutlichen
  • Oftmals gibt es am Ende zur Lösung eines Problems oder zur Klärung eines bestimmten Sachverhaltes keine Patentrezepte. Daher kommt es darauf an, den Stellenwert der aufgezeigten Problemlösungen unter die Lupe zu nehmen.

  • Nichtssagende Floskeln vermeiden.

Ungelöste Probleme aufzeigen
  • Selbst wenn man sich ausführlich Gedanken über ein Thema gemacht hat, gibt es doch immer wieder Dinge, die sich mit den von einem gefundenen Problemlösungsansätzen nicht lösen lassen. Diese zu erkennen und zu benennen, darauf kommt es hier an.
Stellenwert der eigenen Ergebnisse mit anderen vergleichen
  • Vieles ist ja so heftig umstritten, dass auch die Problemlösungen ganz kontrovers ausfallen.
Folgerungen, die weiterreichen, z.B. Zielkonflikte, aufzeigen
  • Was auf den ersten Blick wie Übereinstimmung bei der Bewertung der Fakten aussieht, entpuppt sich bei näherem Betrachten als von ganz anderen Zielvorstellungen ausgehend.
Vermutungen über Erfolgsaussichten anstellen
  • Manche Problemlösungsvorschläge sind im Prinzip richtig, lassen sich aber auf Grund von bestimmten Bedingungen nicht ohne weiteres umsetzen.
Auf neue Fragenkomplexe hinweisen
  • Das Thema und die Probleme des Themas werden in einem übergeordneten Zusammenhang gesehen, der auch die Lösung anderer, z.B. ähnlich gelagerter oder zu Grunde liegender Probleme einbezieht.
Appelle an sich und den Leser richten
  • Manches muss einfach angepackt werden, aber auch der eigene Anteil daran sollte - wenn möglich - sichtbar werden.

  • Vorsicht: Nicht von der Kanzel reden oder in nichts sagenden Floskeln untergehen.

 

   

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