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Schluss

Überblick

Grundtypen der freien Problem- und Sacherörterung

 

 

 
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FAQ: Wie soll ich den Schluss gestalten?

Das Urteil fällt am Schluss

Der Schluss soll, als eigenständiger Teil gestaltet, die freie Problem- und Sacherörterung beenden. Er besitzt ein eigenes Gewicht und darf bei der Niederschrift nicht als formales Anhängsel an den Hauptteil angehen werden.

Wenn der Schluss formuliert wird, ist die kritische Auseinandersetzung mit einzelnen Gesichtspunkten der Problematik abgeschlossen, die im Hauptteil stattzufinden hat. Daher werden auch im Schlussteil keine neuen Argumente formuliert. Mit dem Schluss werden also die zuvor gemachten Äußerungen zu einem sinnvollen, vielleicht auch nur vorläufigen, Ende gebracht.

Der Schluss soll die Erörterung

  • abrunden

  • die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit dem Thema zusammenfassen

  • ein begründetes Sach- und /oder Werturteil zur Problematik als Antwort des Verfassers auf die Themafrage(n) sein

    • Sachurteil
      Urteil, das auf einer begründeten Beurteilung von Bedeutung, Tragweite und Stellenwert eines Problems, seiner Ursachen, Folgen und Konsequenzen in einem größeren Sinngefüge beruht.
      Beispiele: "Das Internet hat sich zu einer Quelle einer spezifischen Sucht entwickelt." - "Die Aussichten, den Hunger in der Welt endgültig besiegen zu können, werden wohl auch in den nächsten Jahren nicht steigen." - "Das Gesundsheitsrisiko für die Menschen, das durch den Ausstoß von Stickoxiden durch Dieselkraftfahrzeuge in den zahlreichen Städten entsteht, ist sehr hoch.

    • Werturteil
      Aussage, welche ein Urteil über ein Ding, einen Sachverhalt, ein Ereignis oder eine oder mehrere Personen umfasst, das aufgrund persönlicher Empfindungen, Überzeugungen, Vorstellungen und Werten gefällt wird;
      Beispiele: "Alle Formen sexueller Gewalt sind verwerflich."  - "Skysurfen ist ein Vergnügen." - "Witze über Behinderte zu machen, ist politisch und moralisch gesehen, nicht korrekt." - 

Den Schlussgedanken ausführen

Bei der Niederschrift kann es leicht passieren, dass man am Ende in Zeitnöte gerät. Dies geht dann meistens auf Kosten eines vernünftigen Schlusses.

Daher sollte der eigentliche Schlussgedanke schon bei der Erstellung der Arbeitsgliederung feststehen und in diese eingefügt werden.
Wenn die Zeit dann knapp wird, kann man entweder noch wenigstens darauf zurückgreifen oder aber mit dessen Hilfe abschätzen, wie viel Zeit man noch zur Niederschrift eines ausgestalteten Schlussgedankens benötigt.

In jedem Fall sollte man keine Schlussfloskeln wie: "Zusammenfassend ist zu sagen, dass jeder selbst entscheiden muss, was für ihn richtig ist." verwenden.

So wird der Aufsatz abgerundet

Um den Aufsatz sinnvoll abrunden zu können, muss man zunächst seine eigenen Ausführungen zum Thema noch einmal überblicken.

  • Verlangt ist also ein Vorgehen, das den eigenen Gedankengang noch einmal betrachtet und reflektiert.

  • Diese Reflexion mündet in die Zusammenfassung der Ergebnisse bzw. des Hauptergebnisses der Erörterung.

Selbstverständlich stellt der Schluss auch keine bloße Wiederholung dessen dar, was schon im Hauptteil dargestellt worden ist, auch wenn der Rückgriff auf bereits Gesagtes durchaus nötig und gewünscht ist.

Statt bloßer Wiederholung liegt der Akzent bei diesem Rückgriff auf der abschließenden Bewertung und Beurteilung einzelner Gesichtspunkte im Rahmen des Ganzen und damit ihrer Gewichtung. Zugleich können die Ergebnisse in einen weiter aufgespannten Problemhorizont gestellt werden, der verdeutlicht in welchem Problemfeld mit seinen verschiedenen Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten das ganze Thema steht.

Ein Beispiel

An dem folgenden Beispielthema lässt sich dieser Gedanke verdeutlichen:

Das Internet ist heute nicht mehr wegzudenken.
Worin sehen Sie die Vor- und Nachteile der neuen Kommunikationstechnik.

Mit dem nachfolgenden Schluss wird der Text zu diesem Thema abgerundet:

Die Vorteile des Internets überwiegen, das steht für mich nach allem fest, ganz eindeutig die Nachteile des Internets.
Neben dem globalen Informationsaustausch und der Geschwindigkeit des Zugriffs auf Informationen jedweder Art spricht vor allem die Tatsache, dass Millionen von Menschen sowohl als Informationsrezipienten als auch als Informationsproduzenten tätig werden können, für diese vergleichsweise neue Art der Kommunikationstechnik. Und doch, das hat meine Analyse gezeigt, zeigen sich dahinter auch Gefahren, bieten sich Menschen und Gruppen von Menschen Möglichkeiten, diesen ungehemmten Informationsfluss für Ziele zu missbrauchen, die mit Menschenrechten und Menschenwürde nicht in Einklang zu bringen sind.
So wird auch der Ruf nach Kontrolle nicht verstummen. Nur: Wer kontrolliert wann, wo und mit welchen Mitteln dieses Netz der Netze? Ganz zu schweigen davon, ob dies nach reiflicher Überlegung wirklich wünschenswert wäre.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 15.10.2018

     
 

 
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