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Argumente entfalten

Einzelne Argumentationen in Form von Argumentationsskizzen entwerfen

Den Hauptteil bei der Niederschrift einer freien Problem- und Sacherörterung gestalten

 
FAChbereich Deutsch
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Bei der • Niederschrift der freien Problem- und Sacherörterung müssen die zuvor gesammelten und in eine überzeugende Reihenfolge gebrachten Gesichtspunkte zu Argumentationen "umgestaltet" werden. Diese betrifft im Grunde genommen alle Teile des Aufsatzes, also gleichermaßen die Einleitung, den ▪ Hauptteil und den ▪ Schluss des Aufsatzes.

Die Gesichtspunkte müssen dazu • argumentativ so • entfaltet werden, dass sie dem Schreibziel, den Leser von den eigenen Ansicht zu überzeugen, dienlich sind. Dazu gehört auch die entfalteten Argumente sprachlich-stilistisch schreibrollen- und textmustergemäß zu gestalten bzw. zu formulieren.

Im Rahmen der der • Niederschrift der freien Problem- und Sacherörterung als 5. Arbeitsschritt des hier vorgestellten • Fünf-Schritte-Modells geht es an dieser Stelle um das Entwerfen einzelner Argumentationen bei der Auseinandersetzung mit der bzw. den ▪ Themafrage(n), die bei der ▪ Betrachtung und Erschließung des Themas herausgearbeitet worden sind.

Hier ist also nicht daran gedacht, den ganzen Aufsatz - quasi in Form eines Argumentationskonzepts - zu entwerfen oder als vollständige Entwurfsfassung zu schreiben

Stattdessen sollen einzelne, vielleicht besonders wichtige oder komplexe Gedankengänge als Argumentationen skizziert werden, so dass die einzelnen Glieder der geplanten Argumentation erkennbar werden.

Dabei kann man in unterschiedlicher Art und Weise vorgehen. Wie man es macht, hängt in entscheidendem Maße von der jeweils gewählten und/oder bevorzugten ▪ Schreibstrategie ab, mit der man sich an das Abfassen der Niederschrift macht. Oft verbinden sie auch mehrere Strategien als "Vorgehenspläne beim Schreiben" (Becker-Mrotzek/Böttcher 2011, S. 30) miteinander. Das entspricht ohnehin eher dem, wie man gewöhnlich in der Praxis schreibt.

Verschiedenen Argumentationsplänen folgen

Wer eine Argumentationsskizze zu bestimmten Argumentationen entwerfen will, kann sich an verschiedenen • Argumentationsmodelle orientieren, die einem dabei helfen überzeugende Argumentationen zu gestalten. Dabei ist aber auch zu beachten, dass nicht jede Argumentation in einer Alltagsargumentation wie sie auch eine freie Problem- und Sacherörterung in der Schule darstellt (vgl. Bayer 1999, S.93f.), so ausgeführt werden muss, um plausibel zu sein.

Schließlich kommt es letztlich ja auch nicht darauf an, beim Schreiben eines argumentierenden Textes wie der freien Problem- und Sacherörterung schematisch einem solchen Argumentationsmodell beim eigenen Argumentieren zu folgen und den Nachweis anzutreten, dass man dies auch kann.

Vielmehr steht dabei stets im Mittelpunkt, dass man sich bei seinem Argumentieren am vorhandenen "gemeinsamen Alltagwissen" und an den von den vorgestellten Adressaten dieser  "zerdehnten Kommunikation" (Ehlich 1983) "geteilten Ansichten über die Wahrheit oder die Wahrscheinlichkeit von Argumenten sowie über die • Plausibilität von Mustern der Alltagsargumentation" (Kienpointner 1996, S.21) orientiert.

Auch wenn Kienpointner dabei vor allem die "dialogische Kommunikation" (ebd., S.9) beim ▪ mündlichen Argumentieren im Auge hat, wie sie in privaten und öffentlichen ▪ Diskussionen vorkommt, weisen das mündliche und schriftliche Argumentieren ▪ bei allen Unterschieden doch auch viele Gemeinsamkeiten auf.

Argumentationsmodelle, mit denen man einzelne Argumentationen in seinem Aufsatz strukturiert entwerfen kann, stellen z. B. die folgenden Modelle ar:

 

 

  1. A meint …

  2. Als Begründung dafür führt er an …

  3. B hält dagegen …

  4. und begründet dies …

  5. Beide Positionen können mich nicht überzeugen. Aus diesem Grunde fordere ich …

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 04.01.2024

     
 

 
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