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Die Einleitung hat bei der Problemerörterung großes Gewicht. Sie soll die Aufmerksamkeit des Lesers fesseln und ihn zum Weiterlesen animieren, ohne dabei die eigentlichen Argumente oder Gesichtspunkte des Hauptteils inhaltlich vorwegzunehmen. Das bedeutet allerdings nicht, dass es dabei nicht zu inhaltlichen Überschneidungen kommen kann. Das heißt z. B.: Wenn ein Aufsatz mit der Schilderung einer persönlichen Erfahrung oder eines persönlichen Problems zum Thema beginnt, darf man selbstverständlich auch im Hauptteil noch einmal darauf Bezug nehmen. Entscheidend ist bei der Beurteilung dieses Sachverhalt daher vor allem die Funktion der Äußerungen im Ganzen. Während die Äußerungen, die in der Einleitung gemacht werden, zum eigentlichen Problem bzw. zur Themafrage hinführen sollen, dienen sie im Hauptteil als Argumente, Beweise oder Beispiele zur Begründung einer These. Die eigentlich Argumentation zur Themafrage hat allerdings damit in der Einleitung nichts zu suchen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu ihrer inhaltlichen Gestaltung, die wohlüberlegt sein wollen. Von der ausformulierten Einleitung in der Niederschrift ist der Einleitungsgedanke zu unterscheiden, der ebenso wie der Schlussgedanke schon vor dem Abfassen des Aufsatzes Eingang in die Arbeitsgliederung finden soll. Nur dann kann die Arbeitsgliederung ihre Aufgaben voll und ganz erfüllen. Einleitung und Einleitungsgedanke Die Einleitung soll zum Thema hinführen, sagt man. Was man darunter zu verstehen hat, bereitet schon mal Kopfzerbrechen, da die Meinungen darüber etwas auseinander gehen. So heißt es einmal, die Einleitung solle "ohne Umschweife" zum Thema hinführen. Damit ist gemeint, man soll nicht so viele Worte am Anfang machen und sich stattdessen auf das Eigentliche, den Hauptteil, konzentrieren. Dies führt in der Praxis manchmal dazu, dass lediglich ein einzelner Satz als Einleitung formuliert, weil so gefordert wird. Natürlich hängt die Länge der Einleitung davon ab, wie lange der Rest der Problemerörterung ausfällt. Grundsätzlich ist allerdings von einer solchen Ein-Satz-Einleitung abzuraten. In solcher Kürze ist wohl ein geraffter Einleitungsgedanke, aber keine Entfaltung eines Gedankens möglich. An Einleitungen zum folgenden
Beispielthema
lässt sich dieser Sachverhalt verdeutlichen. Der Einleitungsgedanke und
die ausformulierte Einleitung, die inhaltlich auf ein aktuelles Ereignis
verweisen könnten dazu wie folgt lauten:
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