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« Arbeitschritt Stoffsammlung »

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Grundtypen der freien Problem- und Sacherörterung

 

 
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Darum geht es bei der Stoffsammlung

Ausgangspunkt dieses Arbeitsschrittes zur freien Problem- und Sacherörterung ist die Tatsache, dass ein man bevor man über ein Thema schreiben kann, sich zunächst einmal Gedanken machen muss darüber, was man eigentlich über das Thema und seine verschiedenen Facetten und Aspekte weiß. Um das eine Vorwissen geht es also, das man zur Bewältigung der Schreibaufgabe braucht.

Die Stoffsammlung ist der zweite Arbeitsschritt bei der Erarbeitung einer freien Erörterung. Sie ist Teil des Fünf-Schritte-Modells zur Bewältigung von Schreibaufgaben zur freien Problem- und Sacherörterung und gehört wie die anderen Arbeitsschritte des Modells zu den Grundbestandteilen des Schreibprozesses.
Dabei kann der Schreibprozess individuell produktorientiert angelegt sein, wenn ein Schreiber oder eine Schreiberin seine Erörterung alleine erarbeiten und abfassen muss. Aber genau so gut kann er auch teilweise kooperativ verlaufen, z. B. bei Schreibkonferenzen.
Was sich unterscheidet sind die Organisations- und Sozialformen bei der Durchführung der Arbeitsschritte.

Die für die Durchführung des Arbeitsschrittes erforderlichen Arbeitsoperationen beruhen auf bestimmten Arbeitsmethoden, die zur Übung stets auch ohne das Verfassen eines Aufsatzes geübt werden können und sollten.

Die Stoffsammlung beim produktorientierten Schreiben

Der Stoff, der zu einem Thema oder, noch präziser gefasst, zu einer bestimmten Themafrage, gesammelt werden kann, besteht in den im Gedächtnis des Schreibers / der Schreiberin gespeicherten Kenntnissen und Erfahrungen (Vorwissen). Auf sie gilt es zurückzugreifen, wenn man sich für die Bearbeitung eines bestimmten Themas mit der bzw. den Themafrage(n) entschieden hat, die bei der Betrachtung und Erschließung erarbeitet worden ist.

Das eigene Vorwissen will aktiviert sein

Bei der Stoffsammlung versucht auf seine Vorkenntnisse zurückzugreifen, indem man das eigene Vorwissen aktiviert.

Dieses umfasst

Nicht immer kommt man einfach an sein Vorwissen heran

Aus dem Gedächtnis abzurufen, was man zu einem bestimmten Thema weiß, ist allerdings manchmal leichter gesagt als getan.

  • Manchmal fehlen einem einfach die Schlüssel dazu, um daran, insbesondere zu einem festgelegten Zeitpunkt, heranzukommen.

  • Was einem gewöhnlich schnell einfällt, kann unter anderen Umständen praktisch nicht verfügbar sein.

Solche Denkblockaden wachsen sich, wenn sie mit einer Schreibaufgabe wie der freien Erörterung auftreten, entsprechend schnell zu Schreibblockaden aus.

Kreativ Vorwissen und kreative Ideen miteinander in Verbindung bringen

Das im Gedächtnis gespeicherte Vorwissen ist kein statischer Wissensbestand, der irgendwo abgelegt ist und nur hin und wieder abgerufen wird. Unser Gehirn verknüpft nämlich solche Gedächtnisinhalte beim Denken immer wieder mit Neuem.

Das bedeutet für die Stoffsammlung eben auch, dass es spontane Einfälle gibt, die beim Aktualisieren des vorhandenen Vorwissens entstehen und damit vielleicht ganz andere andere, neuartige Sichtweisen auf ein Problem ermöglichen (implizites Wissen).

Um das vorhandene Vorwissen zu aktivieren und u. U. dabei neue Einfälle zu provozieren kann man sich auf verschiedene kreative Techniken zur Ideenfindung stützen.

  • Sie helfen dabei, Denk- bzw. Schreibblockaden im Zusammenhang mit der Stoffsammlung zu überwinden.

  • In der Kombination zwischen vorhandenem Vorwissen und spontanen Einfällen entsteht schon bei diesem Arbeitsschritt oft etwas Neues. Solche neuen Ideen und gedanklichen Konzepte sind zwar meisten einfach nur im Kopf. Man nennt sie, weil sie eben noch nicht oder nur wenig ausformuliert sind, auch Prätexte.

  • Gerade die Prätexte zeigen aber zeigen, dass man beim Schreiben auf neue Ideen und neue gedankliche Konzepte kommen kann, die man vorher noch nicht hatte (epistemisch-heuristisches Schreiben).

Das sind die wichtigsten kreativen Techniken zur Stoffsammlung

Bei der Stoffsammlung kann beim produktorientierten Schreiben verschiedene Verfahren und Methoden anwenden:

Wer damit arbeitet, aktiviert sein Vorwissen und fördert spontanen Einfällen mit assoziativen Techniken. Mit ihrer Hilfe kann man den Verknüpfungen eines Gedankens oder eines Gefühls mit einem Objekt oder einem anderen Gedanken oder Gefühl auf die Spur kommen, ohne dass einem dabei der Grund für die Verknüpfung völlig klar sein muss.

 

Die dargestellten Methoden sind wichtige Elemente der Methodenkompetenz im Allgemeinen und der Schreibkompetenz vor allem in den Bereichen der beiden Teilkompetenzen inhaltliche Kompetenz und Strukturierungskompetenz.

Zeit für die Stoffsammlung einplanen

Von Anfang an muss man die Zeit beachten, die man für die fünf Arbeitschritte zur Verfügung hat.

In jedem Fall wird die Niederschrift das größte Zeitbudget umfassen (vgl. Zeitmanagement).

Aber auch die anderen Arbeitsschritte brauchen ihr eigenes Zeitfenster, wenn man sie im Rahmen des  Fünf-Schritte-Modells bewältigen will. Das nebenstehende Kreisdiagramm macht dazu einen Vorschlag, auch für die Stoffsammlung (II.)

Die Größe der Sektoren zeigt, in welchem Größenverhältnis die Arbeitsschritte in einem bestimmten Zeitrahmen stehen könnten.

Natürlich hängt das konkrete Zeitmanagement, dem ein Schreiber bei der Bewältigung der Schreibaufgabe folgt, von etlichen Faktoren ab und von daher verbietet sich auch eine schematische Umsetzung des nebenstehenden Modells.

Wie viel Zeit man also für den Arbeitsschritt aufwendet, kann dementsprechend verschieden sein. Wichtig ist nur, dass man mit der Zeit, die einem zur Bewältigung der Schreibaufgabe zur Verfügung steht, bewusst und planend umgeht. Ob der eine oder der andere Arbeitsschritt im Schreibprozess dann kürzer oder länger ausfällt, ist dann eher von untergeordneter Bedeutung.

 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 15.10.2018

     
 

 
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