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« Methoden zur Stoffsammlung »

Clustering

 

 

 
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Mit Clustering zur Aktualisierung von Vorwissen

Clustering ist eine kreative Methode zur Ideenfindung und lässt sich ohne längere Vorarbeiten durchführen. Es eignet sich zur Stoffsammlung, weil es mit seinem gelenkten, aber nicht-linearen assoziativen Verfahren hilft, sein Vorwissen zu einem Thema aus dem Gedächtnis abzurufen und neue Verknüpfungen von Gedanken und neue Ideen zu entwickeln.
Beim Clustering bedient man sich herkömmlicher Assoziationstechniken, geht aber in Bezug auf die Vernetzung der Ideen über die rein assoziative Reihung hinaus. Clustering ist als eine nicht-lineare assoziative Methode "ein sich selbst strukturierender Prozess", bei dem man nur scheinbar wahllos Wörter und Wendungen um einen Mittelpunkt (=Kern) herum notiert und gruppiert. Der Fluss dieser Einfälle führt schließlich zu Bildmustern, die ein "Ideennetz" entstehen lassen. (vgl. Rico 1984, S.34)

Das Clustering zu dem Impulsthema "Wo man hinschaut, sieht man Gewalt." könnte wie folgt ausfallen:

 

Ein Ideennetz von vielschichtigen Bildern und Gefühlen

Gabriele Rico, die das Clustering entwickelt hat, betont: "Es gibt keine richtige und keine falsche Art, ein Cluster zu bilden. Es ist alles erlaubt. Das Cluster ist die Kurzschrift Ihres bildlichen Denkens, und das weiß, wohin es steuert, auch wenn es Ihnen selbst noch nicht klar ist." (Rico 1984, S.35)
Zugleich unterstreicht sie aber auch, dass Clustering nicht bedeutet, "aufs Geratewohl Wörter und Sätze auf ein Blatt Papier zu verteilen." (ebd., S.30) Das beim "Clustern" entstehende "Ideennetz" hänge nämlich mit der Vielschichtigkeit der Bilder und mit den Gefühlsqualitäten zusammen, die erst Verknüpfungen schaffen.

Zugleich muss man aber auch wissen, was das Ideennetz nicht ist, das beim Clustering entstehen soll. Die Assoziationsketten und Verknüpfungen bilden keine Begriffshierarchie ab, deren Erstellung dem Arbeitsschritt der Stoffordnung vorbehalten ist.

Clustering als Individualtechnik beim produktorientierten Schreiben einer Erörterung

Wenn Clustering bei der Stoffsammlung zu einer freien Problem- und Sacherörterung zum Einsatz kommt, dann wird die Technik im Allgemeinen einzeln als Individualtechnik beim produktorientierten Schritt-für-Schritt-Schreiben ausgeführt.

Am besten geht man beim Clustering wie folgt vor: 
  1. Wählen Sie für Ihr Clustering ein ausreichend großes unliniertes Papier, am besten im DIN-A3-Format.
    Wenn Sie das Clustering in der Gruppe in einem teilweise bzw. schrittweise kooperativen Schreibprozess durchführen wollen, sollten Sie natürlich ein noch größeres Papierformat (ggf. Packpapier o. ä.) verwenden.

  2. Schreiben Sie zunächst den Kernbegriff, von dem Ihre Assoziation ausgehen soll, in die Mitte des Blattes und umrahmen Sie diesen.

  3. Sobald Sie Ihre ersten Assoziationen zu Papier bringen können und wollen, schreiben Sie nacheinander alle Einfälle auf und umrahmen diese.

  4. Wenn diese Einfälle sich so hintereinander reihen, dass Sie den Eindruck gewinnen, sie bilden gewissermaßen eine "Kette", dann verbinden Sie diese mit einem Strich miteinander.

  5. Scheuen Sie sich nicht davor, auch einzelne Ideen unverbunden stehen zu lassen!

  6. Während dieses gelenkten Assoziierens betrachten Sie immer wieder in aller Ruhe, was sie notiert haben. Dadurch können Sie sich zu weiteren Einfällen anregen lassen. Kehren Sie dabei auch immer wieder zum Kernbegriff zurück und beginnen Sie Ihre Assoziation erneut.

Clustering als Gruppentechnik im Rahmen eines teilweise bzw. schrittweise kooperativen Schreibprozesses

Die Methode Clustering kann auch in einem teilweise bzw. schrittweise kooperativen Schreibprozess zur Stoffsammlung verwendet werden.

 Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 15.10.2018

     
 

 
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