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Didaktische und methodische Aspekte des erörternden Schreibens

Erörterndes Erschließen

Abiturstandard (EPA 2002)


Das so genannte →erörternde Erschließen gehört zu den drei prüfungsrelevanten Arbeitsformen, denen im →schriftlichen Abitur im Fach Deutsch bestimmte Aufgabentypen zugeordnet sind. Dabei wird in den Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Deutsch (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 01.12.1989 i. d. F. vom 24.05.2002, S.17)  unter erörterndem Erschließen "die eingehende, methodisch aufgebaute, - im Entstehungsprozess der freien Erörterung auch monologische - Auseinandersetzung mit einem Thema oder Problem in schriftlicher Form" verstanden.
Auch wenn in den Einheitlichen Prüfungsanforderungen der Begriff des Erschließens selbst nicht definiert wird, verweist seine Verwendung auf den von Fritzsche (1994, S. 32) gemachten Gebrauch des Begriffs. Dieser versteht darunter keine Aufsatzformen "als Grundformen für Texte", sondern betrachtet die entsprechenden Aufgabenarten als "Erschließungsinstrumente" für Inhalte, die "dem genauen Wahrnehmen und Verstehen von
a) äußerer Wirklichkeit (z. B. Sachverhaltsdarstellung)
b) Meinungen, Gedanken, Vorstellungen (z. B. Problemerörterung) und
c) Texten (z. B. Inhaltsangabe)
(dienen)." (ebd. S.32, Hervorh. d. Verf.)
In diesem Sinne sprechen auch die Einheitlichen Prüfungsanforderungen von verschiedenen "Arbeitsformen" des Erschließens, zu deren Bewältigung bestimmte Methoden und Arbeitstechniken (Methoden der Informationsbeschaffung, Erfassungsstrategien, Texterschließungsverfahren, Beherrschung schriftlicher und mündlicher Darstellungsformen) gehören (zum Begriff der Darstellungsform vgl. Fritzsche).
Die drei Arbeitsformen in den Einheitlichen Prüfungsanforderungen sind:

Dabei beruhen Aufgaben zum erörternden Erschließen meistens auch auf Operationen und Leistungserwartungen, die ebenso für das untersuchende Erschließen gelten. Anders ausgedrückt: Das erörternde Erschließen ist, wenn es sich auf konkrete Texte bezieht, die entweder zur Bewältigung der Schreibaufgabe vorgelegt oder aber im Unterricht zuvor "untersuchend erschließend" behandelt worden sind ( so z. B. bei der textungebundenen literarischen Erörterung) ohne Anwendung untersuchend erschließender Methoden gar nicht bzw. nicht sinnvoll möglich.

Wer sich mit einem Text (bei der materialgestützten Erörterung auch mit einer Anzahl kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Texte) im Rahmen eines erörternden Erschließungsverfahrens auseinandersetzen will, muss dazu bestimmte Methoden und Arbeitstechniken kennen und anwenden können:

Vgl.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 23.01.2017
 

    

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