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Privater Geschäftsbrief

Anfrage


Meistens ist es ein aktueller Anlass, der jemanden dazu führt, in einem privaten Geschäftsbrief eine Anfrage zu verfassen und zu versenden. In der Regel sollen mit einer Anfrage Informationen über eine Ware, einen Sachverhalt oder eine Dienstleistung eingeholt werden.
Angefragt werden kann dabei natürlich alles Mögliche. Durch das Stellen einer Anfrage geht man keine Rechtsverbindlichkeit etwa zum späteren Kauf einer Ware ein.

Man kann eine Privatperson, ein Unternehmen oder auch eine Behörde wegen einer bestimmten Sache anfragen. Dabei das, was angefragt wird, ganz allgemeiner Natur oder aber auch eine ganz bestimmte Information sein.

Inhaltlich muss aus dem ganzen Schreiben klar und verständlich hervorgehen,

  • was der Anlass bzw. der Grund der Anfrage ist

  • welche Informationen gewünscht werden

Sprachlich-stilistisch können explizite (performative) Formulierungen wie "Ich/wir möchten anfragen" verwendet werden, um eine Anfrage als solche kenntlich oder verbindlich zu machen, grundsätzlich bedarf es solcher Formulierungen indessen nicht.
Besser ist es im Betreff eine Formulierung zu verwenden, welche die Funktion des Schreibens verdeutlicht, z. B. "Anfrage wegen eines Angebots für eine Busfahrt". - Vorgeschrieben ist dies allerdings nicht.


 

Der Haupttext muss, abhängig von der Kommunikationssituation und vorangehenden Kommunikationsereignissen, auf die man u. U. Umständen Bezug nehmen kann oder muss, ohne einen besonderen Briefeinstieg gestaltet werden. Es empfiehlt es also direkt zur Sache zu kommen.

Als mögliche inhaltliche Gliederung des Haupttextes (Brieftextes) bietet sich z. B. an:

  1. Ggf. Bezugnahme auf den Anlass der Anfrage (Plakat, Vorankündigung, Anzeige etc.)

  2. Knappe Angabe des Grundes für die Anfrage

  3. Möglichst genaue Bezeichnung der Informationen, die gewünscht werden

Beispiel aus KBS-Prüfungen in Baden-Württemberg

Situation:

Als Sie nach Ihrem viereinhalbwöchigen Segeltörn durch die Karibik zu Hause den Briefkasten öffnen, finden Sie dort die Nachricht, dass Sie aus dem Wettbewerb für angehende Werbetexter, an dem Sie vor dem Urlaubt teilgenommen haben, als Sieger hervorgegangen sind. Als Preis winkt Ihnen die Teilnahme an einem heiß begehrten, einwöchigen Seminarkurs für Werbetexter bei einer renommierten Werbeagentur in Hamburg. Der Kurs beginnt in zehn Tagen, in vier Tagen müssen Sie verbindlich zugesagt haben, sonst wird der Platz anderweitig vergeben.
Der Kurs ist eine einmalige Chance, die Sie sich keinesfalls entgehen lassen wollen. Es geht schließlich um Ihre berufliche Karriere. Sie wissen, dass Sie dafür fünf Tage Urlaub benötigen und dass Sie Ihren gesamten Jahresurlaub gerade auf einer Yacht verbracht haben; Sie wissen außerdem, dass die Kollegen in Ihrer Agentur gerade die Wochenenden durcharbeiten und dringend auf Ihre Mitarbeit angewiesen sind und dass Ihr Chef den Chef der renommierten Hamburger Agentur erst kürzlich übel gelaunt als "überschätzten Lackaffen" bezeichnet hat.

Schreiben Sie einen privaten Geschäftsbrief, in dem Sie Ihren Chef überzeugen wollen, Ihnen die Teilnahme an dem Seminarkurs zu gewähren.
Ergänzen Sie fehlende Informationen.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 21.06.2015
 

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