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Formen des Fünfsatzes

Vergleich


Die Fünfsatzform »Vergleich« (nach Helmut Geißner 1968) entwickelt den Zwecksatz aus der Gegenüberstellung von zwei gegensätzlichen Ansichten. Die Begründungen für die verschiedenen Auffassungen soll dabei zunächst unparteiisch erfolgen, die eigene Ansicht dazu erst am Ende deutlich werden.
 

 

 

  1. A meint …

  2. Als Begründung dafür führt er an …

  3. B hält dagegen …

  4. und begründet dies …

  5. Beide Positionen können mich nicht überzeugen. Aus diesem Grunde fordere ich …

Beispiel:

  1. Die einen behaupten, Computerspiele mit gewaltsamen Inhalten steigern die Gewaltbereitschaft Jugendlicher.

  2. Sie weisen darauf hin, dass es Fälle gibt, bei denen Jugendliche, die sich außergewöhnlich lange mit Ego-Shooter-Spielen beschäftigt haben, als Gewalttäter straffällig geworden sind.

  3. Die anderen stellen dagegen die Behauptung auf, dass solche Computerspiele sogar dazu beitragen, dass die Gewaltbereitschaft Jugendlicher im Spiel kompensiert und damit abgebaut werde.

  4. Als Begründung dafür wird angeführt, dass die überwiegende Zahl der Spieler ja gerade nicht zu gewalttätigen Aktionen schreitet und ihre aus vielfältigen Gründen entstehende Aggressionslust offenbar abreagiert wird.

  5. Ich finde, beide Positionen sind in dieser Gegensätzlichkeit nicht haltbar. Hier müssen wir wohl die konkreten Umstände, die beim einen Computerspieler zu Aggressionen, beim anderen zum Abbau von Aggressionen führen können, genauer untersuchen und würdigen.
     

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