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Auf der
Webseite des Vereins Deutsche Sprache
e. V. setzen sich Hermann H. Dieter und Gerd Schramm mit
Vorurteilen gegen eine zukunftsgerichtete Sprachpflege auseinander. 1997
mit 7 Gründungsmitgliedern entstanden, zählt der Verein nach eigenen
Angaben (August 2006) über 27.000 Mitglieder in über 100 Ländern.
Die Vereinsmitglieder teilen nach eigenen Worten die Begeisterung für die
deutsche Sprache und den "Überdruß an der Vermanschung des Deutschen mit
dem Englischen zu Denglisch". Sie wenden sich gegen "das
pseudokosmopolitische Imponiergehabe vieler Zeitgenossen, wie es sich
insbesondere im hemmungslosen Gebrauch von überflüssigen Anglizismen
äußert".
Zur These "Denglisch ist unser Schicksal." formulieren Sie
die folgende Gegenargumentation:
"Widerrede:
Viele Mitmenschen haben hierzu nichts eiliger zu bemerken, als dass die
Anglisierung unserer Sprache sowieso nicht mehr abzuwenden sei. Nicht
einmal der Verein Deutsche Sprache könne die Anglisierung unserer
Sprache noch aufhalten. Mit dieser Einstellung wäre ihr Schicksal schon
mehrfach besiegelt gewesen. Lateinische und französische Wörter hatten
Teile der deutschen Sprache bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.
Sprachlich kreative Menschen wie Luther und Gelehrten-Initiativen wie
der “Fruchtbringenden Gesellschaft” gelang es, rechtzeitig
gegenzusteuern.
Doch noch nie war ein Erfolg schon zu Beginn des Streites um ihn
gesichert, denn solcher Streit entstünde ja gar nicht. Auch politische
Erfolge werden erst mit der Zeit und oft erst während einiger
Generationen sichtbar. Denken wir nur an die Anstrengungen zur
weltweiten Verwirklichung der Menschenrechte oder zum Schutz der
Umweltgüter Wasser, Boden, Luft!
Spott und Anfeindung seitens der Mehrheit für die Anreger neuer Ideen
und Entwicklungen sind ganz normal. Dies gilt auch für die Wissenschaft.
Wer die richtigen Argumente hat und nicht aufgibt, wird sich früher oder
später durchsetzen.
Der Verein Deutsche Sprache hat schon heute Teilerfolge vorzuweisen, die
sich sehen lassen können. Noch Mitte der 90er Jahre z.B. wäre die
heutige gesellschaftliche Debatte um das (d)englische Schicksal (?)
unserer Sprache undenkbar gewesen. Wir sorgen dafür, dass diese Debatte
nicht nur in den Redaktionen geführt, sondern auch in die Schulen, die
Parlamente, die Wissenschaft, die Betriebe und Unternehmen
hineingetragen wird. Nicht die Denglisch-Werber und Anglomanen bestimmen
über das Schicksal unserer Muttersprache, sondern letztlich der Wille
all ihrer Sprecher, sie selbst weiterzuentwickeln."
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