|
|
|
|
|
||||
Unter Gegenargumentation kann man Verschiedenes verstehen. Handelt es
sich um etwas Strittiges, das zu einer argumentativen Auseinandersetzung
führt, kann damit z. B. zweierlei gemeint sein:
In diesem Zusammenhang untersuchen wir die zweite Gruppe und betrachten diese unter dem Blickwinkel des allgemeinen Argumentationsschemas der erweiterten Argumentation. Wir unterscheiden dabei die grundsätzlich ablehnende, antithetische (Gegen-)Argumentation und die teilweise ablehnende bzw. teilweise zustimmende (Gegen-)Argumentation. Die grundsätzlich ablehnende, antithetische Gegenargumentation Wird die in der vorangehenden Argumentation aufgestellte These bestritten, indem man eine direkte Gegenthese, auch Antithese genannt, aufstellt, dann beschreitet man den Weg einer antithetischen (Gegen-) Argumentation. Dabei werden – je nach Bedarf – alle anderen Elemente der erweiterten
Argumentation (Argument, Beleg/Beweis, Beispiel, ggf. Schlussfolgerung) für
diese Art der Gegenargumentation ausgeführt. Beispiel: Die teilweise ablehnende/teilweise zustimmende Gegenargumentation In einer argumentativen Auseinandersetzung kann man sich im Grundsätzlichen jedoch auch einig sein. In einem solchen Fall
Hier ist also nicht die übergeordnete These strittig, sondern das, was zu ihrer Begründung angeführt wird. Bei der teilweise ablehnenden Gegenargumentation, die man mit Fug und Recht auch teilweise zustimmende Argumentation nennen könnte, kann u. a.
Für die Praxis der Argumentation, z.B. im mündlich geführten Diskussion, aber auch im Zusammenhang mit schriftlichen Erörterungen (z. B. Texterörterung) ist es wichtig, zu erkennen, welches Element einer vorangegangenen Argumentation bei der Gegenargumentation aufgegriffen wird, wo also die jeweilige Gegenargumentation ansetzt.
|
||||
|
|
||||
|