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Warum ein Terrorist wie Osama bin Laden keinen "Heiligen Krieg"
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Im Zusammenhang mit
dem verheerenden »Terroranschlägen am
11. September 2001, den viele tausend unschuldige Menschen mit ihrem Leben
bezahlen mussten, rief der muslimische Terrorist »Osama bin Laden,
der 2011 von einem US-Kommando in seinem pakistanischen Versteck getötet
worden ist, alle anderen
Muslime zum so genannten "Heiligen Krieg" (»Dschihad) gegen die USA
auf.
In einem Artikel nimmt Bernard Haykel, der an der New York
University Islamwissenschaften lehrt, dazu Stellung.
»Es gibt nach islamischem Recht sechs Gründe, warum bin Ladens
barbarischer Gewaltakt gar kein Dschihad sein kann: Erstens können weder
Einzelpersonen noch Organisationen einen Dschihad ausrufen, das können nur
Staaten. Zweitens dürfen im Zuge eines Dschihad weder Frauen noch Kinder
getötet werden. Drittens darf man in einem Dschihad keine Moslems umbringen.
Viertens kann sich ein Dschihad nicht gegen einen Staat richten, in dem
Muslime ihre Religion frei ausüben und andere dazu bekehren dürfen. Fünftens
ist der Angriff von führenden islamischen Rechtsgelehrten verurteilt worden
- und ihr Urteil ist ein juristischer Konsens, ein "Ijma" gegen bin Ladens
Handeln, das es unislamisch macht. Und sechstens richten sich bin Ladens
Aktionen gegen das Interesse der muslimischen Gemeinschaft, das "Maslaha" -
und auch das ist unislamisch.«
(aus: Bernard Haykel, Die Dschihad-Falle, in: Süddeutsche Zeitung,
25.9.2001)
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Arbeitsanregungen
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Mit welchen sprachlichen Mitteln unterstreicht der Autor den Aufbau
seiner Argumentationskette?
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Was halten Sie von der Reihenfolge der Argumente?
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Was versteht man unter »Dschihad?
- Informieren Sie sich über die Online-Enzyklopädie Wikipedia.
-
Informieren Sie sich Internet
über die Ereignisse des »11.
September 2001.
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