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Jakobinismus (1789-1796)

Göttinger Aufruf

6.-9.11.1792


Der nachfolgende Anschlagzettel wurde in Göttingen in der Nacht vom 6./7.11.1792 am Rathaus angebracht, später tauchten Zettel desselben Inhalts an der Universitätsapotheke auf und zirkulierten angeblich im ganzen Land. Insbesondere seit dem Sieg der Revolutionstruppen wuchs im Fürstentum Göttingen die ablehnende Haltung von Bürgern gegen die Steuerpolitik (Kopfsteuer) und die adelige Steuerfreiheit.

 

 

Freiheitsaufruf der hannövrischen Untertanen.
Liebe Mitbürger! Nicht aus bloßen Revolutionsgeist, sondern angetrieben durch die Recht der Menschheit, schlage ich euch vor, dass wir bei der jetzigen Epoche, wo der Despotismus zittert, einen Versuch machen können, den überstolzen hannövrischen Adel zu stürzen und uns von verschiedenen ungerechten, für die Armut drückenden Abgaben zu befreien. Alle Menschen schuf Gott gleich; daher braucht nicht der sogenannte Untertan die Wolllust der Despoten durch seinen Schweiß zu unterhalten.
Im ersten Jahr der französischen Republik, von einem Hannoveraner geschrieben.

 (aus: Haasis 1988, Bd. 1, S.198, dort: Hannover, Hauptstaatsarchiv, Han. 784, Göttingen, K 425)
 


   Arbeitsanregungen: 

  1. Arbeiten Sie heraus, was der Anschlagzettel bewirken will.
  2. Zeigen Sie, womit der Verfasser seine Meinung begründet.
  3. Was setzt der Verfasser ein, um seine Glaubwürdigkeit zu unterstreichen?
  4. Analysieren Sie die Sprache des Anschlagzettels.
  5. Ordnen Sie den Text in die politische Gebrauchsliteratur ein. (» Haasis, Politische Gebrauchsliteratur)

  

     
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