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Zeitalter der Aufklärung

Wichtigste Vertreter


Die wichtigsten Vertreter der europäischen Aufklärung im Überblick: 

John Locke (1632- 1704)
engl. Philosoph; begründet den Empirismus und die Erkenntniskritik; Hauptwerk: "Two treatises of government"; darin werden Gleichheit, Freiheit und Recht auf Unverletzlichkeit von Person und Eigentum zu den höchsten Rechtsgütern erklärt; entwickelt die so genannte Lehre vom Gesellschaftsvertrag, danach wird die Beziehung zwischen Volk und Regierung als ein Vertragsverhältnis einer freien bürgerlichen Eigentümergesellschaft interpretiert; Begründung des Widerstandsrechtes; Lockes Staatstheorie hat die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 1776, den frz. Verfassungsentwurf 1791 sowie die ganze Entwicklung des bürgerlich-liberalen Verfassungsstaates bis heute maßgeblich beeinflusst;

Montesquieu (1689- 1755)
Hauptwerk: "De l'Esprit des Lois" (Vom Geist der Gesetze); folgt den Lehren John Lockes; entwickelt und präzisiert die Lehre von der Gewaltenteilung (Dreiteilung der staatlichen Gewalt in legislative, exekutive und judikative Gewalt)

Voltaire (1694-1778)
Historiker, Philosoph und Dichter, der sich als Deist vor allem dem Kampf gegen die Kirche und religiöse Bevormundung verschrieben hat; Schriften weit verbreitet

Jean-Jaques Rousseau (1712- 1778) 
"radikalisiert" die Lehre vom Gesellschaftsvertrag zu einem demokratischen Modell sozialer Kontrolle; Legitimation aller Herrschaft, die an die Regierung übertragen wird, ist die Volkssouveränität; jederzeitige Aufkündbarkeit des Gesellschaftsvertrages;

Immanuel Kant (1724-1804)
zunächst an der von Leibniz und Wolff bestimmten rationalistischen Aufklärungsphilosophie orientiert, dann unter dem Einfluss von Rousseau Distanzierung davon; Erkenntnis ist nach Kant nur im Zusammenwirken von Sinnlichkeit und Verstand möglich; kritisiert spekulative Theorien und betont die Freiheit des Menschen als Vernunftwesen; der Mensch muss nach Kant dem allgemeinen Sittengesetz folgen nach der Maxime des sog. kategorischen Imperatives, wonach Wollen und Handeln des Menschen immer so gestaltet sein muss, dass es "jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten" könne. (kategorischer Imperativ)

              
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