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Leerstellen

Leitfragen zur Leerstelleninterpretation


Die Arbeit mit Leerstellen ist aus der Praxis des Literaturunterrichts kaum mehr wegzudenken. Auf das Konzept der Leerstellen bezogen, wenngleich auch nicht darauf allein, hat sich beim kreativen Schreiben zu literarischen Texten eine Methodik entwickelt, die sich, allgemein bei der produktiven Textarbeit, vor allem aber bei szenischen Verfahren der Texterschließung wie z.B. dem literarischen Rollenspiel oder bei verschiedenen Verfahren der so genannten "Szenischen Interpretation " niedergeschlagen hat.
Allerdings betont auch Matthias Richter (1996), dass "die Grenzen an denen die Rede vom bedeutungstragenden Fehlen vage wird, (...) unscharf (bleiben)". Zugleich begrüßt er aber dennoch "jede risikofreudige Interpretation", die "Neuland" erschließt. (S.533).
Allerdings sollte ein Interpret bei der Leerstelleninterpretation auf einen Katalog von Fragen antworten (können).

 

  1. Zwischen welchen Textstellen oder in Bezug auf welche Normen oder Modelle ist etwas ausgespart?
  2. In welcher Weise wird auf das Verschwiegene hingedeutet?
  3. Welche Funktionen hat die Aussparung? Welche Hypothesenbildung wird davon angeregt?
  4. Weshalb ist die aufgezeigte Leerstelle überhaupt bemerkenswert?
  5. Kommt eine bestimmte Art von Leerstellen in einem Gesamttext häufiger vor und/oder an bestimmten hervorgehobenen Positionen?

 (vgl. Richter (1996), S.533)

 

     
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