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Dispositiv

Dispositivanalyse und Analyse von Dispositiven

« Antihermeneutische ModelleDiskursanalytisches Modell Einzelne Begriffe und Konzepte (Foucault)

 
Fachbereich Deutsch
Glossar
LiteraturAutorinnen und Autoren Literarische Gattungen Literaturgeschichte Motive der Literatur Grundlagen der Textanalyse und Interpretation Überblick Hermeneutische Modelle Antihermeneutische Modelle Überblick   Dekonstruktivistisches Modell Diskursanalytisches ModellÜberblickAlltags- und bildungssprachlicher Diskursbegriff Diskursanalytischer Textbegriff Die Medialität der Diskurse Einzelne Begriffe und Konzepte (Foucault) Überblick Diskurs [ Dispositiv Überblick Der Begriff des Dispositivs Strategische Funktion Dispositivanalyse und Analyse von Dispositiven Fragestellungen zur Analyse Einzelne Dispositive ] Macht und Wissen Sozialdisziplinierung und Disziplinargesellschaft Körper und Subjekt Diskursanalyse in der Praxis Fragen und Antworten (KI) Intertextualität Kontextuelles ModellSonstige Modelle Literatur und Stil Textauswahl Literaturunterricht Schreibformen  Operatoren im Fach Deutsch
 
 

Aus dem Werkzeugkasten der Diskursanalyse

Wenn • Dispositive identifiziert, analysiert und beschrieben werden, geht es im Allgemeinen darum zu untersuchen, "wie und gemäß welcher Imperative die Macht »Wissensapparate bildet, organisiert und in Umlauf bringt.« (VL 1975/76 43) [Foucault]" (Kammler 2014, S.306)

Wissenschaftlich betrachtet kann man zwischen der Analyse von Dispositiven und der Dispositivanalyse unterscheiden.

Analysen von Dispositiven

Analysen von Dispositiven untersuchen bestimmte Dispositive (z. B. das Dispositiv des "guten" Urlaubers, das Sexualitätsdispositiv, das Disziplinardispositiv in der Schule, das Selbstinszenierungspositiv in sozialen Netzwerken, das Dispositiv des "gesunden" Menschen etc.) gegenstandsbezogen, d. h. ohne einen "strikt methodologischen Anspruch" (Kumiega 2012, S.27).

Dazu identifiziert man im Rahmen eines bestimmten Forschungsansatzes bestimmte Dispositive und gegebenenfalls auch Hilfsdispositive, die als Teilelemente eines Gesamtdispositivs aufgefasst werden können. (vgl. Dreesen/Kumiega/Spieß 2012 S.16)

Dazu ein paar Beispiele (vgl. Kumiega 2012, S.27):

  • Die »Gender Studies untersuchen Gen(om)-Dispositive oder auch Geschlechterdispositive.

  • Im Rahmen der Gouvernmentality Studies, die Mechanismen des Regierens (Rationalitäten, Technologien etc.) und Sich-selbst-Regierens in den sozialen Beziehungen untersuchen, arbeitet man mit dem Führungs- oder Regierungsdispositivbegriff.

  • In den Medienwissenschaften geht es um Medien-, Fernsehen- oder auch Kino-Dispositive.

  • In der interdisziplinär aufgestellten, postfoucaultschen »Kritischen Diskursanalyse »Teun van Dijks (geb. 1943) und »Siegfried Jägers (1937-2020), die aus marxistischer Perspektive an den Diskursbegriff von Foucault anschließt  spricht man von  dem Rassismus-Dispositiv oder Stadtteil-Dispositiv. 

Dispositivanalyse

Die Dispositivanalyse kümmert sich im Unterschied zu dem gegenstandsbezogenen Ansatz der Analyse von Dispositiven "um allgemein-theoretische und vor allem methodologische Fragen bezüglich der Operationalisierung des foucaultschen Dispositivbegriffs". (Dreesen/Kumiega/Spieß 2012 S.16)

Aus dem Werkzeugkasten der Diskursanalyse (Foucault)

Allianzdispositiv der Souveränitätsmacht

Alltags- und bildungssprachlicher Diskursbegriff

Akteure

Analyse von Dispositiven

Archäologische Methode zur Analyse der Wissensordnungen (Episteme)

Archäologisches Vorgehen

Archiv

Aussage(n)

Aussagensystem

Ausschlussmechanismen

Autor

Biopolitik

Biomacht

Diskursbegriff

Diskursexterne Ausschlussprozeduren

Diskursive Praktiken

Diskursiver Wandel

Diskursive Ereignisse

Diskursive Formation

Diskursspezifisches Wissen

Diskurs über Geschlechterbinarität

Dispositiv

Dispositivanalyse

Dispositive der Macht

Dispositiv vom "guten" Amerikaner

Disziplinarmacht und Disziplinargesellschaft

Einzeltextanalyse

Episteme

Genealogie
Gesagtes und Ungesagtes

Gesetzesmacht

Gouvernementalität

Grunddimensionen des diskursiven Regelsystems

Hermeneutischer Zirkel

Horizontverschmelzung

Juridisch-diskursive Machtkonzepte

Klassifikationen

Kontrollgesellschaft

Materialität von Aussagen

Macht-Wissens-Komplexe

Macht und Herrschaft

Medialiät der Diskurse

Normalisierungsmacht

Oberfläche

Polymorphe Techniken der Macht

Praxen

Produktive Seite der Macht

Repressionshypothese

richtiges/falsches Bewusstsein

Sagbarkeitsregeln

Schicht des konstitutiven historischen Wissens

Schwelle der Epistomologisierung

Souveränitätsmacht

Wissen und Ideologie

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 07.08.2026

  

 
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