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Wissenssoziologische Diskursanalyse (WDA)

Die "Wissensseite" der Diskurse

« Diskursanalytisches ModellDiskursanalyse in der Praxis Sozialwissenschaftliche Diskursanalysen

 
Fachbereich Deutsch
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Aus dem Werkzeugkasten der Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA)
Aus dem Werkzeugkasten der Diskursanalyse

Macht und Wissen Foucault)
Überblick
Foucaults Verständnis von Macht
Foucaults Verständnis von Wissen
Überblick
Wissensbegriff in der Wissenssoziologie
Wissen als Aussagesystem diskursiver Praxis

Neben den • sozialen Akteuren, den materialen Grundlagen der diskursiven Handlungen, den im Diskurs verwendeten Zeichenformen und -gattungen spielen natürlich auch die Inhalte i. e. S. eine zentrale Rolle bei der • Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA), die  im Kontext der • Subjektpositionen, • Subjektfiguren oder auch • Modellpraktiken von Bedeutung sind.

Die Inhalte stellen dabei die "›Wissensseite‹ der Diskurse" (Keller 2019, S.51) dar. Wird diese Seite betrachtet. geht es, um Prozesse und Strukturierungen von • symbolischen Ordnungen. Diese werden in den einzelnen diskursiven Ereignissen oder in einer Reihe solcher Ereignisse vorgeschlagen und im Handeln »performativ vollzogen. Dabei geht es im Kern um das, "was gesagt wird, von wem etwas gesagt wird und mit welchen Folgen oder Wirkungen das gesagt wird – es geht also um Inhalte, Akteure und Macht." (ebd., S.52)

Die Inhalte der Diskurse werden in der NDA mit vier verschiedenen Kategorien analysiert, "um die die Aussagegestalt von Diskursen zu rekonstruieren." (ebd., S.54) : Deutungsmuster, Klassifikationen, Phänomenstrukturen und narrative Strukturen (story lines).

Deutungsmuster sind historisch veränderliche  "Schemata der Deutung und des Handelns" (ebd., S.53), die sich auf unterschiedliche Phänomene und Ereignisse beziehen lassen. Sie fungieren damit als "Interpretationsmuster". (ebd., S.53)

Klassifikationen unterteilen die Elemente der Welt bzw. die diskursiven Ereignisse in mehr oder weniger stark ausgearbeiteten Formen, die sozial konstruiert und institutionell verankert sind,  in besondere Kategorien ein. Sie können in einem Diskurs auch als "Ankerpunkte für institutionelle Kopplungen bzw. die Entwicklung von Interventionsmaßnahmen" (ebd.) fungieren.

Phänomenstrukturen sollen die "›diskursive Wirklichkeit‹" (ebd., S.54) von Phänomenen freilegen. Diese Strukturen lassen sich in ihren jeweils besonderen Dimensionen empirisch rekonstruieren und können darauf analysiert und beschrieben werden, wie sie z. B. als Deutungsmuster oder Subjektpositionen, ausgeführt werden. Welche Dimensionen eines Phänomens dabei von Bedeutung sind und wie viele bei der Analyse zu berücksichtigen sind, ergibt sich während der Analyse ebenso wie ihre jeweiligen Ausführungen. Sie werden nicht vor der Analyse selbst bestimmt.

Das Konzept der Narrativen Strukturen (story lines), auch Plot genannt, geht zunächst einmal von dem Gedanken aus, dass Aussagen, die in Diskursen erzeugt werden, keine voneinander isolierten Interpretationsmuster darstellen. Vielmehr wird in Diskursen eine "Geschichte von Zusammenhängen" (ebd.) erzählt. Dabei geht es weder um die herkömmliche sprach- bzw. literaturwissenschaftliche Analyse • narrativer Strukturen, sondern darum, welche Art von Erzählungen den Diskurs prägen und fortführen und wie sie mit den Elementen des Diskurses bzw. den von der WDA in den Blickpunkt gerückten Bausteinen umgeht, diese aufeinander bezieht und zugleich dafür sorgt, dass die Erzählung insgesamt kohärent bleibt, auch wenn sie sich im Laufe der Zeit verändert. (vgl. ebd.)

[ Wissenssoziologische Diskursanalyse (WDA) Überblick Diskursbegriff Die Rolle der sozialen Akteure und Sprecher Praktiken als Skripte für Handlungsausführungen Dispositive als Formen der Vermittlung zwischen Diskursen und Handlungsfeldern Die "Wissensseite" der Diskurse Vorgehen in der Praxis ]

 

Aus dem Werkzeugkasten der Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA)

Akteure

Deutungsmuster

Diskursarena

Diskursbegriff

Diskursfelder

Diskurskoalition

diskursive Praktiken

diskursiver Wandel

Dispositive

Dispositive der Diskursproduktion

Dispositive zur problembezogenen Weltintervention

Klassifikationen

implizite Akteure

Modellpraktiken

narrative Strukturen

Phänomenstrukturen

Plot

Spezialdiskurse

Sprecherinnen/Sprecher

Sprecherpositionen

story lines

Subjektfiguren

Subjektpositionen

Subjektivierungmuster

tatsächliche Subjektivierungsweisen

Aus dem Werkzeugkasten der Diskursanalyse (Foucault)

Allianzdispositiv der Souveränitätsmacht

Alltags- und bildungssprachlicher Diskursbegriff

Akteure

Analyse von Dispositiven

Archäologische Methode zur Analyse der Wissensordnungen (Episteme)

Archäologisches Vorgehen

Archiv

Aussage(n)

Aussagensystem

Ausschlussmechanismen

Autor

Biopolitik

Biomacht

Diskursbegriff

Diskursexterne Ausschlussprozeduren

Diskursive Praktiken

Diskursiver Wandel

Diskursive Ereignisse

Diskursive Formation

Diskursspezifisches Wissen

Diskurs über Geschlechterbinarität

Dispositiv

Dispositivanalyse

Dispositive der Macht

Dispositiv vom "guten" Amerikaner

Disziplinarmacht und Disziplinargesellschaft

Einzeltextanalyse

Episteme

Genealogie
Gesagtes und Ungesagtes

Gesetzesmacht

Gouvernementalität

Grunddimensionen des diskursiven Regelsystems

Hermeneutischer Zirkel

Horizontverschmelzung

Juridisch-diskursive Machtkonzepte

Klassifikationen

Kontrollgesellschaft

Materialität von Aussagen

Macht-Wissens-Komplexe

Macht und Herrschaft

Medialiät der Diskurse

Normalisierungsmacht

Oberfläche

Polymorphe Techniken der Macht

Praxen

Produktive Seite der Macht

Repressionshypothese

richtiges/falsches Bewusstsein

Sagbarkeitsregeln

Schicht des konstitutiven historischen Wissens

Schwelle der Epistomologisierung

Souveränitätsmacht

Wissen und Ideologie

Macht und Wissen Foucault)
Überblick
Foucaults Verständnis von Macht

Foucaults Verständnis von Wissen
Überblick
Wissensbegriff in der Wissenssoziologie
Wissen als Aussagesystem diskursiver Praxis

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 07.08.2026

  

 
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