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Traditionelle Parabel: Textauswahl

Es war einmal ein Edler

»Matthias Claudius (1740-1815)

 
FAChbereich Deutsch
Glossar
Literatur Autorinnen und Autoren Literarische Gattungen Erzählende Texte Strukturen erzählender Texte Formen erzählender Texte Überblick Traditionelle Epik und moderne Montageepik Fabel ▪  Gleichnis Kurzgeschichte Parabel ▪ Quickie: So interpretiert man eine Parabel Häufig gestellte Fragen Didaktische und methodische Aspekte Überblick Typen der ParabelÜberblickBild- und Sachbereich: Von der traditionellen zur modernen Parabel [ Traditionelle Parabel Überblick Allgemeine Merkmale Idealistische Überhöhung der Parabel Themen Erzähler und Leser Bild- und Sachbereich Textauswahl Bausteine ] Moderne Parabel Abgrenzung von anderen Textsorten Sprachliche Gestaltungsmerkmale Schulische Interpretation von Parabeln Textauswahl Bausteine Dramatische Texte Lyrische Texte Literarische Zweckformen Grundlagen der Textanalyse und Interpretation Literaturunterricht Schreibformen  Operatoren im Fach Deutsch
 

Bausteine 

Es war einmal ein Edler
»Matthias Claudius (1740-1815)

Es war einmal ein Edler, des Freunde und Angehörige durch ihren Leichtsinn um ihre Freiheit gekommen und in fremdem Lande in eine harte Gefangenschaft geraten waren. Er konnte sie in solcher Not nicht wissen und beschloss, sie zu befreien.

Das Gefängnis war fest verwahrt und von inwendig verschlossen, und niemand hatte den Schlüssel.

Als der Edle sich ihn nach vieler Zeit und Mühe zu verschaffen gewusst hatte, band er dem Kerkermeister Hände und Füße und reichte den Gefangenen den Schlüssel durchs Gitter, dass sie aufschlössen und mit ihm heimkehrten. Die aber setzten sich hin, den Schlüssel zu besehen und darüber zu ratschlagen Es ward ihnen gesagt, der Schlüssel sei zum Aufschließen, und die Zeit sei kurz. Sie aber blieben dabei, zu besehen und zu ratschlagen; und einige fingen an, an dem Schlüssel zu meistern und daran ab- und zuzutun.

Und als er so nun nicht mehr passen wollte, waren sie verlegen und wussten nicht, wie sie ihm tun sollten. Die andern aber hatten's ihren Spott und sagten, der Schlüssel sei kein Schlüssel, und man brauche auch keinen.

 

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Dieses Werk (Es war einmal ein Edler, von Matthias Claudius, das durch Gert Egle gekennzeichnet wurde, unterliegt keinen bekannten urheberrechtlichen Beschränkungen.

Bausteine 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 03.11.2020

     
   
   Arbeitsanregungen:

Interpretieren Sie diese Parabel.

  • Untersuchen Sie den Bildbereich der Parabel und arbeiten Sie dabei heraus, was der Edle erreichen will und wie die Gefangenen mit dem ihnen übergebenen Schlüssel tun. Wie erklären Sie sich die Feststellung der anderen am Ende, man brauche keinen Schlüssel?
  • Auf welchen außertextlichen Sachbereich lässt sich das Erzählte oder einzelne seiner Elemente übertragen?
  • Vergleichen Sie diese Parabel hinsichtlich ihrer Merkmale mit dem Prototypen / der Parabel ...
  • Hat diese Parabel und ihre Bedeutung auch heute noch eine Botschaft, die für Sie persönlich oder die Gesellschaft als Ganzes von Relevanz sein könnte?

 

 
 
 

 
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