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Traditionelle Parabel: Textauswahl

Die Bedingung des Gärtners

Heinrich von Kleist (1777-1811)

 
FAChbereich Deutsch
Glossar
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Bausteine 

Die Bedingung des Gärtners
Heinrich von Kleist (1777-1811)

Eine Fabel

Ein Gärtner sagte zu seinem Herrn: deinem Dienst habe ich mich nur, innerhalb dieser Hecken und Zäune, gewidmet. Wenn der Bach kommt, und deine Fruchtbeete überschwemmt, so will ich, mit Hacken und Spaten, aufbrechen, um ihn zu wehren. Aber außerhalb dieses Bezirkes zu gehen, und, ehe der Strom noch einbricht, mit seinen Wogen zu kämpfen: das kannst du nicht von deinem Diener verlangen.

Der Herr schwieg.

Und drei Frühlinge kamen, und verheerten, mit ihren Gewässern, das Land. Der Gärtner triefte von Schweiß, um dem Gerinsel, das von allen Seiten eindrang, zu steuern: umsonst; der Segen des Jahrs, wenn ihm die Arbeit auch gelang, war verderbt und vernichtet.

Als der vierte kam, nahm er Hacken und Spaten, und ging aufs Feld.

Wohin? fragte ihn sein Herr.

Auf das Feld, antwortete er, wo das Übel entspringt. Hier türm ich Wälle von Erde umsonst, um dem Strom, der brausend hereinbricht, zu wehren: an der Quelle kann ich mit einem Fußtritt verstopfen.

 

Public Domain Mark
Dieses Werk (Die Bedingung des Gärtners, von Heinrich von Kleist, das durch Gert Egle gekennzeichnet wurde, unterliegt keinen bekannten urheberrechtlichen Beschränkungen.

Bausteine 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 03.11.2020

     
   
   Arbeitsanregungen:

Interpretieren Sie diese Parabel.

  • Untersuchen Sie den Bildbereich der Parabel und arbeiten Sie dabei heraus, was den Ich-Erzähler bewegt. Wie verstehen Sie den letzten Satz?
  • Auf welchen außertextlichen Sachbereich lässt sich das Erzählte oder einzelne seiner Elemente übertragen?
  • Vergleichen Sie diese Parabel hinsichtlich ihrer Merkmale mit dem Prototypen / der Parabel ...
  • Hat diese Parabel und ihre Bedeutung auch heute noch eine Botschaft, die für Sie persönlich oder die Gesellschaft als Ganzes von Relevanz sein könnte?

 

 
 
 

 
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