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Bausteine: Gleichnis vom Sämann

Die Einheitsübersetzung (2016)

 
FAChbereich Deutsch
Glossar
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Gleichnis

Die didaktische Parabel in der Literaturgeschichte
Adolf Jülicher (1857-1938), Das Wesen der Gleichnisse Jesu (1910)

Gleichnis vom Sämann

1 Und wieder begann er, am Ufer des Sees zu lehren, und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. 2 Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen: 3 Hört! Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. 4 Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es. 5 Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; 6 als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. 7 Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht. 8 Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, sechzigfach und hundertfach. 9 Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!

Das Geheimnis der Gottesherrschaft

10 Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse. 11 Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben; für die aber, die draußen sind, geschieht alles in Gleichnissen; 12 denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann

13 Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? 14 Der Sämann sät das Wort. 15 Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde. 16 Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf; 17 aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall. 18 Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: Sie hören es zwar, 19 aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es und es bleibt ohne Frucht. 20 Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, sechzigfach und hundertfach.

(Übersetzung: Einheitsübersetzung 2016, https://www.bibleserver.com/EU/Markus4)  

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Gleichnis

Die didaktische Parabel in der Literaturgeschichte
Adolf Jülicher (1857-1938), Das Wesen der Gleichnisse Jesu (1910)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 10.11.2020

    
   Arbeitsanregungen:

Analysieren und interpretieren Sie das Gleichnis

  1. Fassen Sie dazu Inhalt des Gleichnisses zusammen und beschreiben Sie den Aufbau des Textes.
  2. Überlegen Sie: Warum steht der Sachbereich im Text quasi neben dem Bildbereich?
  3. Der deutsche Philosoph ▪ Friedrich Hegel (1770-1831) hat den Text als Parabel bezeichnet, die eigentlich eine "Erzählung von geringfügigem Inhalt" enthalte, sich aber "zu einem allgemeineren Interesse durch Hindeutung auf eine höhere Bedeutung erweitert." (In: Friedrich Wilhelm Hegel, Ästhetik, zit. n. Dithmar 1982, S.177). Stimmen Sie diesem Urteil zu?
 
 
 

 
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